Für Mittwoch Abend ruft die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten zum Protest auf den Wiener Rathausplatz. Anlass sind 500 Dienstposten, die von Seiten des KAV 2009 zugesichert worden wären und jetzt nicht nachbesetzt würden. Die Gespräche mit Wiens Bürgermeister hätten gestern Nacht zu keinem Ergebnis geführt, betonte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Bernhard Harreither gegenüber den Medien. Situation in Wien "/>
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Gesundheitspolitik 14. September 2011

Demo der Wiener Spitalsangestellten

Für Mittwoch Abend ruft die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten zum Protest auf den Wiener Rathausplatz. Anlass sind 500 Dienstposten, die von Seiten des KAV 2009 zugesichert worden wären und jetzt nicht nachbesetzt würden. Die Gespräche mit Wiens Bürgermeister hätten gestern Nacht zu keinem Ergebnis geführt, betonte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Bernhard Harreither gegenüber den Medien.

Situation in Wien

"Die Forderung der Gewerkschaft nach mehr Geld ist nicht erfüllbar", bestätigte ein Sprecher des Bürgermeisters gegenüber dem Standard die gescheiterten Gespräche. Er betonte, dass Wien im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlich besser dastehe. Österreichweit kämen durchschnittlich auf 100 Betten 238 Krankenhausmitarbeiter, in Wien wären es laut Erhebung des Gesundheitsministeriums von 2009 hingegen sogar  306.

Auch von Seiten des KAV gibt es ähnliche Reaktionen, an Hand der Pfleger - Zahlen. So betonte KAV Generaldirektor Wilhelm Marold gegenüber der Wiener Zeitung, dass in Wien auf 100 Spitalsbetten 111 Pfleger kämen, im Bundesschnitt seien es hingegen nur 88.

Dienstposten zugesagt

Die Gewerkschaft besteht  auf ein Positionspapier aus dem Jahr 2009, in welchem  500 zusätzliche Dienstposten zugesagt wurden. Laut Marold sei das aber falsch, denn: "Das waren rot markierte Stellen. Hier herrschte schon damals kein Konsens."  Trotzdem startet die Gewerkschaft mit der Demo heute Abend eine große Kampagne, mit dem Slogan „Dem Wiener Spitalswesen droht der Kollaps“. Eine eigene Website, www.gesundheitskampagne.at wurde zusätzlich eingerichtet.Der KAV und die Stadt Wien bleiben gesprächsbereit.

Wilhelm Marold erklärte gegenüber dem Standard, dass er kein Problem damit habe, wenn sich die Gewerkschaft verstärkt artikuliere. Rund 700 Demonstranten werden heute Abend zur Demo erwartet.

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