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Gesundheitspolitik 5. Juli 2011

Denn sie wissen, wie es geht ...

Ordensspitäler sagen, dass Qualität und Effizienz von Leistungen entscheidend für die Finanzierung sein sollen.

Die österreichischen Ordensspitäler erbringen rund 20 Prozent der heimischen Krankenhausleistungen. Mit 20.000 Mitarbeitern sind sie nicht nur einer der größten Arbeitgeber des Landes, sondern auch ein bedeutender Faktor im Gesundheitswesen. Jetzt haben sie ihre Meinung über die großen Problemfelder und Herausforderungen des Spitalswesens formuliert. Und sie liefern dazu auch gleich Lösungsvorschläge mit. In ihrem „Memorandum zu einer Reform des österreichischen Spitalswesens“ orten die Ordensspitäler zwei wesentliche Gründe für die aktuellen Strukturprobleme: intransparente und zersplitterte Finanzierungsströme aufgrund historisch gewachsener Strukturen anstelle von ökonomischer Vernunft und eine unterschiedliche Finanzierung der einzelnen Krankenanstalten aufgrund des Fehlens einheitlicher Finanzierungskennzahlen. Zukünftig sollten alleine Qualität und Effizienz von Krankenhausleistungen entscheidend sein, keine quantitativen Kriterien wie Größe oder Bettenanzahl. Die Ordensspitäler verweisen dabei auf eine Studie der Wirtschaftstreuhandgesellschaft Unitas-Solidaris, wonach bei den Ordensspitälern Kleinkrankenhäuser deutlich effizienter arbeiten als mittelgroße oder große Häuser, während bei den kommunalen Spitälern Klein- und Großkrankenhäuser bezüglich ihrer Effizienz gleichauf liegen. Als weiteres Beurteilungskriterium fordert die Arbeitsgemeinschaft die Einbeziehung der Patientenzufriedenheit.

Gregotsch_  Puehringer_   Leodolter_

Unsere Standpunkte (von links nach rechts)

Standpunkt 1
Strukturelle Fehlentwicklungen
"Qualität und Effizienz der Leistungen sollten maßgeblich sein, nicht die Größe eines Krankenhauses".
Provinzial Hofrat Pater Leonhard Gregotsch Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs
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Standpunkt 2
Hohe Übereinstimmung
"Richtige Antworten auf Herausforderungen an eine moderne, nachhaltig abgesicherte Spitzenmedizin".
Dr. Josef Pühringer Landeshauptmann von Oberösterreich
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Standpunkt 3
Spezialisierung nur in Maßen
"Die Workload der Einheiten der Grundversorgung dürfen nicht gefährdet werden".
Dr. Werner Leodolter Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.
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Von V. Weilguni, Ärzte Woche 27/28/2011

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