zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 27. Juni 2011

Spitäler: Wissen teilen

Wie wichtig Kooperationen für Einsparungen im Gesundheitswesen sind.

Die Gretchenfrage der aktuell geführten Debatten um eine nachhaltige finanzielle Absicherung des heimischen Gesundheitswesens lautet: Wie ist eine Kostensenkung ohne Qualitätsverlust zu erreichen? Die Antwort vieler Experten ist zwar wenig spektakulär, macht aber durchaus Sinn: „Health Cooperation“. Mehr Zusammenarbeit der Spitäler untereinander sowie mit vor- und nachgelagerten medizinischen Einrichtungen könnte wesentlich zur finanziellen Gesundung des gesamten Sektors beitragen. Dafür müssen aber erst die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen werden, wie entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen, Anreize für das medizinische Personal und die Patienten sowie die verstärkte Einbindung der Mitarbeiter. Zur besseren Darstellung der Potenziale von koordinierter Zusammenarbeit könnten Pilotprojekte aufgesetzt werden anhand derer sich die Wirksamkeit in konkreten Ergebnissen und Fakten nachweisen lässt. Auch für Bundesminister Stöger liegt der Schlüssel zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in einer verstärkten Zusammenarbeit: „Es führt kein Weg an Kooperation vorbei. Krankenhäuser, die kooperieren, bieten auch bessere Qualität für Patienten.“ Voraussetzung dafür ist eine bessere Koordination. In diesem Sinne hat sich Stöger wiederholt für eine Planung, Finanzierung und Steuerung des Gesundheitswesens in zentraler Verantwortung ausgesprochen. Mögliche Wege siehe Seite 29.

Heinisch_  Schramboeck_   Krepler_

Unsere Standpunkte (von links nach rechts)

Standpunkt 1
Partnerschaften für medizinische Leistungsbereiche
Wir brauchen qualitäts- und kostenorientierte Managementmethoden, die auf Kooperationen setzen.
Dr. Michael Heinisch Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe
> Standpunkt lesen

Standpunkt 2
Ärzte kommunizieren in Fach-Communitys
Kooperationen über Organisationsgrenzen hinweg führen zu einer konstruktiven Verzahnung.
Dr. Margarete Schramböck Vice President Germany & Austria NextiraOne
> Standpunkt lesen

Standpunkt 3
Umfassende Betreuung unter Einbindung aller Disziplinen
Die heutige Medizin ist weniger an den Fachdisziplin als an den Patientenbedürfnissen orientiert.
Prof. Dr. Reinhard Krepler Ärztlicher Direktor des AKH Wien
> Standpunkt lesen 

Von V. Weilguni, Ärzte Woche 26 /2011

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben