zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 1. Mai 2011

Erfassung und Bewertung der Exposition durch elektromagnetische Felder der Mobilkommunikation

Die elektromagnetische Exposition der Bevölkerung im Umfeld von Mobilfunk-Basisstationen schöpft nur Bruchteile der empfohlenen Grenzwerte aus. Örtlich maximierte und auf maximale Anlagenauslastung extrapolierte Immissionen liegen bezüglich des Leistungsflussdichte-Referenzwertes maximal im einstelligen Prozentbereich, in der Regel werden nur Werte im oder unterhalb des Promillebereiches erreicht. Der Abstand zur Basisstation ist bis zu einigen 100 Metern kein zuverlässiges Kriterium zur Abschätzung der Exposition; wichtiger sind die Orientierung zur Hauptstrahlrichtung sowie die Sichtverhältnisse vom Messpunkt zur Basisstation. Durch Mobiltelefone werden wesentlich höhere Expositionen beim Nutzer verursacht als durch Basisstationen; sie erreichen bei maximaler Sendeleistung bis zu 80 % des Basisgrenzwertes. Maßnahmen zur Minimierung der Exposition durch Mobiltelefone, z. B. durch Verwendung von Headsets, haben deswegen ein größeres Potenzial als Abschirmmaßnahmen gegenüber Emissionen von Basisstationen. Sowohl Basisstationen als auch Mobiltelefone verfügen über Leistungsregelungsmechanismen, die die Sendeleistung und damit auch die Exposition je nach Gesprächsaufkommen erheblich reduzieren können. Derzeitige wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich mit der Frage, ob Kinder durch Mobilfunksysteme stärker exponiert werden als Erwachsene.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben