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Gesundheitspolitik 1. April 2011

Schicht- und Nachtarbeit – eine szientometrische Analyse

Ökonomische Umstrukturierungen nehmen in Deutschland einen immer größeren Stellenwert ein und ziehen strukturelle Veränderungen für das gesamte soziale und medizinische Versorgungssystem und die Schichtarbeit nach sich. Ziel dieser Arbeit ist eine szientometrische Analyse des Forschungsaufkommens zum Thema Schicht- und Nachtarbeit. Insgesamt konnten 3092 Treffer identifiziert werden. Die Anzahl der Publikationen befand sich seit 1977 in ständigem Wachstum, wobei eine deutliche Zunahme nach 1990 zu verzeichnen war. Mit 884 Veröffentlichungen war den USA etwa ein Drittel des Forschungsaufkommens zuzuordnen. Neben den Vereinigten Staaten publizierten das Vereinigte Königreich Großbritannien 365 und Frankreich 244 Arbeiten zum Thema Schicht- und Nachtarbeit. Die meistpublizierenden Zeitschriften waren Sleep, Ergonomics und Chronobiology International. Der schwedische Wissenschaftler Torbjörn Akerstedt ist als derzeit renommiertester Forscher anzusehen. Er war mit 105 themenbezogenen Arbeiten nicht nur der publikationsstärkste, sondern wies mit 30 auch den höchsten Hirsch-Index auf. Selbstzitierungen und Co-Autorenschaften beeinflussen Parameter wie Impact Faktor und Hirsch-Index massiv und sollten deshalb kritisch hinterfragt werden.

Anke van Mark, Karin Vitzthum, Franka Höndorf, Lisa Kloss, David Quarcoo, David A. Groneberg, Wiener Medizinische Wochenschrift 7/8/2011

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