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Gerald Flaßer, Sprecher der Sektion Spitäler im Verband der Privatkrankenanstalten
 
Gesundheitspolitik 3. März 2009

Private Krankenanstalten sind wichtige Gesundheitsversorger.

Privatkliniken decken wesentliche Teile der Leistungen im Gesundheitswesen ab. Denn etwa in den Bereichen Kur und Rehabilitation gibt es im öffentlichen Sektor viele Lücken.

Es gibt einen wesentlichen Unterschied der privaten zu den öffentlichen Spitälern: Sie konzentrieren sich auf wenige ausgewählte Fächer oder sogar nur ein einzelnes medizinisches Fach. Dadurch haben sie in diesem Bereich sehr wohl die nötige Ausstattung, Routine und medizinische Kompetenz. Es ist schon richtig: Es gibt nicht den direkten Zugang zu Röntgen oder Labor – diese Felder sind aus Kostengründen meist ausgelagert, werden also in vorher gründlich geplanter Weise zugekauft. Für die Qualität der Behandlung bringt dies keine Schwierigkeiten, im Gegenteil: Die Abläufe sind viel genauer im Voraus geplant, ebenso in Hinblick auf das Ausmaß des Personaleinsatzes.

Für den Fall eines medizinischen Notfalls, wenn etwa jemand stürzt oder einen Schlaganfall hat, gibt es natürlich genauso entsprechende Planungen. Auch hier wird auf hohe Versorgungsqualität geachtet.

Dass private Krankenhäuser darum herumkommen, sich auch um soziale Probleme zu kümmern, stimmt sicher nicht. Denn gerade etwa nach einer Rehabilitation gilt es, dafür Sorge zu tragen, wo und wie ein Patient nach dem Aufenthalt im Spital oder in der Rehabilitationsklinik leben kann, und welche Unterstützungen er dafür benötigt. Wir können uns also gar nicht irgendwelche „Rosinen“ herauspicken.

Um es noch einmal deutlich zu sagen: Private Krankenanstalten decken ein bestimmtes, wichtiges Segment der medizinischen Versorgung und Nachbetreuung ab. Es geht um ein Neben- und ein Miteinander zwischen öffentlich- und privatmedizinischen Angeboten. Ein Trend, der dabei zunehmend zu beobachten ist: Auch öffentliche Spitäler bemühen sich immer stärker, ihren Patienten einen Hotelcharakter zu bieten, nicht zuletzt um vermehrt „Klassepatienten“ anzusprechen.

Lesen Sie auch die Einführung zum Thema dieser Ärzte-Woche-Standpunkte:
Gut gebuchte Privatkliniken

 

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Gerald Flaßer Sprecher der Sektion Spitäler im Verband der Privatkrankenanstalten

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher , Ärzte Woche

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