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Foto: ©iStockphoto.com/lappes
 
Gesundheitspolitik 2. März 2011

Wohin mit dem Geld?

Die viel zitierten „kranken Kassen“ schreiben zumindest für ein Jahr wieder schwarze Zahlen. Kaum bekannt geworden, beginnt schon der Konflikt um das vermeintlich verfügbare Geld.

Im Widerspruch zu allen vorab veröffentlichten Prognosen weist die Jahresbilanz 2010 der österreichischen Krankenversicherung einen Überschuss von 280 Millionen Euro aus. Bis auf wenige Ausnahmen bilanzieren alle Kassen mit einem Plus, erstmals seit vielen Jahren auch alle neun Gebietskrankenkassen. Allein die Wiener trugen knapp 60 Millionen dazu bei, waren damit Spitzenreiter. Selbst ernannte Väter des Erfolges gibt es naturgegeben viele, die Ärzte etwa oder die Pharmaindustrie, die von sich behauptet, die Kassen durch massive Preissenkungen und freiwillige Solidarzahlungen entlastet zu haben.

Wer aber soll jetzt der Nutznießer davon sein? Bundesminister Stöger will, dass der unverhoffte Geldsegen nicht ausschließlich dafür verwendet wird, Altlasten abzubauen, sondern auch dafür, dass sich die Leistungen der Kassen im Sinne der Patienten weiterentwickeln. Er erntet dafür Widerspruch seines Regierungspartners und Zustimmung aus den Oppositionsreihen.

Auch abseits der Politik gehen die Meinungen im Verteilungskampf auseinander. Während sich die Ärztevertretung ebenfalls für einen Leistungsausbau stark macht, warnt der oberste Chef der Sozialversicherungen, Hans Jörg Schelling, eindringlich davor, den eingeschlagenen Konsolidierungskurs abzuschwächen oder gar zu verlassen. Schließlich prognostiziert der Hauptverband der Sozialversicherungsträger für 2011 wieder ein sattes Minus von über 30 Millionen.

Dr. Günther Wawrowsky Ing. Mag. Erich Sulzbacher Reinhard Hundsmüller

Unsere Standpunkte (von links nach rechts)

Standpunkt 1
"Krankenkassen sind natürlich keine Sparkassen"
Es ist höchste Zeit, dass die Krankenkassen bei den Leistungen nachbessern.
Dr. Günther Wawrowsky, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte
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Standpunkt 2
"Angesichts der Zusammenhänge ist die Euphorie verfrüht"
Die Prognosen zeigen,dass der Weg zu einer nachhaltigen Sanierung noch weit ist.
Ing. Mag. Erich Sulzbacher, Generaldirektor Wiener Gebietskrankenkasse
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Standpunkt 3
"Die Gewinne dort ausschütten, wo für alle gearbeitet wird"
Gutes Wirtschaften bedeutet auch sinnvolles Umverteilen.
Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
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Von Mag. Volkmar Weilguni , Ärzte Woche 9 /2011

  • Frau -Enzym- Axolotl- Myelinschicht Brigitte Schneider, 04.03.2011 um 20:41:

    „Sehr geehrte Damen und Herren,

    Meine Frage:

    Ist es eines Tages möglich, die Multiple Sklerose (Myelinschicht) mit diesem Enzym des Axolotl (- Ambloxe-) zu heilen.

    Vielen Dank

    Brigitte Schneider“

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