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Foto: ©iStockphoto.com/RapidEye
 
Gesundheitspolitik 8. Februar 2011

Standpunkte: Risiken werden oft verschwiegen

Eine aktuelle Studie der Donau-Universität Krems belegt, dass vor dem PSA-Screening nicht nach evidenzbasierten Kriterien aufgeklärt wird. 
 

Die Studie der Donau-Universität Krems hat 17 in Österreich zur Verfügung stehende Patienten-Informationen zum PSA-Screening auf ihren evidenzbasierten Inhalt sowie ihre Eignung, eine Grundlage für informierte Entscheidungen zu bieten, überprüft.

Das erschreckende Ergebnis: Die inhaltlich beste Informationsbroschüre entsprach zu nur 57 Prozent den Qualitätskriterien. Mehr als die Hälfte der anderen lag unter 50 Prozent. Zwar wird in allen Informationsmaterialien über den Nutzen des PSA-Screenings informiert, aber nur 35 Prozent erwähnen mögliche Schäden.

Manche Kriterien, wie das Risiko, an Prostatakarzinom zu erkranken, wenn kein PSA-Früherkennungstest durchgeführt wird, oder die Folgen von falsch positiven oder falsch negativen PSA-Tests kommen erst gar nicht zur Sprache. 

Prof. Dr. Gerald Gartlehner  Prof. Dr. Wolfgang Höltl

Unsere Standpunkte (von links nach rechts)

Standpunkt 1
"Aufklärung ist das Um und Auf vor dem PSA-Screening."
Die derzeit vorhandenen Informationsmaterialien sind einseitig und entsprechen nicht den internationalen Standards.
Prof. Dr. Gerald Gartlehner MPH, Departmentleiter für EbM und Klinische Epidemiologie an der Donau-Universität Krems und Direktor der österreichischen Cochrane Zweigstelle
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Standpunkt 2
"Eine verlässliche Risikoeinschätzung ist derzeit nicht möglich."
Wir sind aufgrund der Datenlage nicht im Stande, Patienten eine verlässliche Risikoeinschätzung mitzuteilen.
Prof. Dr. Wolfgang Höltl, Urologische Abteilung Kaiser-Franz-Josef Hospital
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Von Mag. Michael Strausz, Ärzte Woche 6 /2011

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