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Mag. Alfred Grün, Präsident der Interessengemeinschaft österreichischer Heilmittelhersteller und Depositeure (IGEPHA)
 
Gesundheitspolitik 12. Februar 2009

Mehr Preissenkungen als -steigerungen!

Beim Thema Medikamentenpreise wird gerne der schwarze Peter an die jeweils anderen Partner im System weitergereicht. Konstruktive Lösungen der Probleme der Finanzierung im Gesundheitswesen werden so sicher nicht gefördert. Fakt ist, dass die Medikamentenpreise insgesamt eher sinken als steigen – dies gilt auch für den Bereich der OTC-Präparate.

Was wenig bekannt ist: Die Preise vieler OTC-Produkte werden ebenso von der Preiskommission des Gesundheitsministeriums geprüft, die Begutachtung dazu kann sich über Monate hinziehen. Einige Anträge wurden gerade rund um die Halbierung der Mehrwertsteuer bei Medikamenten bewilligt. Auch das erklärt manche aktuelle Steigerung.

Werden alle in der aktuellen Berichterstattung erwähnten Medikamente gründlicher analysiert, ergibt sich unter dem Strich eine Preissenkung von 1,8 Prozent. Von einer „horrenden“ Preissteigerung kann also auf keinen Fall die Rede sein. Preisvergleiche mit anderen Ländern sind durchaus in Ordnung, wenn es um den westeuropäischen Standard geht.

Natürlich sind manche Medikamente beispielsweise in Ungarn oder der Slowakei billiger, weil dort etwa ganz andere Personalkosten anfallen. Bei fairen Vergleichen schneidet Österreich in jeder Hinsicht gut ab. Mehr noch: Im Generikabereich gibt es hierzulande eines der restriktivsten Systeme bei der Preisgestaltung.

In einer der letzten Ausgaben der Ärzte Woche wurde ja über die Multimedikation und die Bedeutung der OTC-Präparate berichtet. Dazu ist noch zu ergänzen, dass diese sehr wohl im Pilotprojekt des Arzneimittelsicherheitsgurtes erfasst wurden. Wenn etwas nicht vorkam, dann Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate.

Lesen Sie auch die Einführung zum Thema dieser Standpunkte:
Österreich: „Land der teuren Pillen“?

 

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Mag. Alfred Grün Präsident der Interessengemeinschaft österreichischer Heilmittelhersteller und Depositeure (IGEPHA)

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher , Ärzte Woche

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