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Gesundheitspolitik 1. Dezember 2010

Standpunkte: Spital – quo vadis?

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat seinen schon lange angekündigten „Masterplan Gesundheit“ vorgelegt. Diskussionsstoff liefert der Vorschlag in seiner Unverbindlichkeit genug.

Im Rahmen einer „nationalen Gesundheitskonferenz“ sollen Anfang nächsten Jahres die Eckpfeiler einer künftigen Gesundheitsreform erarbeitet und ein verbindlicher Zeitplan vereinbart werden. Die Reform soll bereits in den neuen Finanzausgleich ab 2014 einfließen.

Den inhaltlichen Ausgangspunkt für die Konferenz bildet der nun vorgelegte "Masterplan Gesundheit". Er sieht eine gemeinsame Planung, Steuerung und Qualitätssicherung des Gesundheitssystems im Allgemeinen und des Spitalswesens im Speziellen auf Bundesebene vor. Die Finanzierungsströme sollen demnach gebündelt werden, den Ländern bleibt nur die "operative Ebene" für die Spitäler. Im Masterplan findet sich dazu eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen, die zum Teil aber noch sehr oberflächlich bleiben.

So wird etwa eine bedarfsgerechte, länderübergreifend zu planende Weiterentwicklung der Standorte vom traditionellen Spital zum regionalen Gesundheitszentrum angestrebt. Tages- und Wochenkliniken sollen zusätzlich entstehen. Die Spitalsambulanzen könnten in Aufnahme- und Erstversorgungszentren oder Spezialambulanzen, Akutbetten in Pflege- und Rehabilitationsbetten umgewandelt werden. Was darunter denn konkret zu verstehen sei, hätten wir gerne gewusst.

Hauptverbandsvorsitzender Hans Jörg Schelling aber wollte die Frage zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Wir haben daher an anderen Stellen nachgefragt und um eine Deutung dieser Schlagworte gebeten.

 

Dr. Harald Mayer   DI Dr. Bernhard Tilg  Dr. Ernst Pichlbauer

Unsere Standpunkte (von links nach rechts)

Standpunkt 1
"Konkrete Vorschläge vermisse ich"
Der Masterplan ist ein "Meisterwerk" an Unbestimmtheit.
Dr. Harald Mayer Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann Angestellte Ärzte
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Standpunkt 2
"Vom Spital zum Gesundheitszentrum"
Den Ländern Reformverweigerung vorzuwerfen, zielt ins Leere.
DI Dr. Bernhard Tilg Tiroler Landesrat, zuständig für Gesundheit, Wissenschaft, Verkehr
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Standpunkt 3
"Systemkritik lässt hoffen"
Die Diskussion ist nicht neu, wird aber erstmals ganz oben geführt.
Dr. Ernest Pichlbauer Gesundheitsökonom, Health-Policy-International
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Von Mag. Volkmar Weilguni, Ärzte Woche 48 /2010

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