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Andreas Gamper, Präsident des Bundesverbands für medizinische Masseure und Heilmasseure
 
Gesundheitspolitik 5. Februar 2009

Evaluierung des Heilmasseurgesetzes ist eine Chance

Die Evaluierung des Heilmasseurgesetzes ist eine Chance, die Schnittstellen zu Ärzten und anderen Gesundheitsberufen zu definieren. Es geht um ein Miteinander, ganz im Sinne der Therapie und des Patienten.

Leider gibt es hier Tendenzen, die Berufsgruppen Heil- und medizinischer Masseur gegen die gewerblichen Masseure auszuspielen. Dennoch gehen wir davon aus, dass ein Konsens in fachlichen wie berufspolitischen Inhalten möglich ist.

Berufspolitik soll und darf nicht zu Lasten der Therapie gehen!

Ein weiteres Thema ist die Entlohnung unserer Arbeit – auch für Heilmasseure müsste es einen Kollektivvertrag geben.

Insgesamt sollten die Heilmasseure meiner Meinung nach auch als Gesundheitsberuf gelten dürfen, vergleichbar etwa mit den medizinisch-technischen Berufsgruppen. Dass Heilmasseure der Wirtschaftskammer zugeordnet sind, ist für mich nicht nachvollziehbar. Andererseits bringt es jedoch den Vorteil, dass unsere Berufsgruppe nun auch in der Prophylaxe tätig sein darf. Denn auch hier ist unser Fachwissen über Anatomie, Pathologie und Physiologie sehr wichtig.

Leider sind die Unterschiede zwischen gewerblichem, medizinischem Masseur und Heilmasseur für Patienten kaum durchschaubar. In einigen Wellnessbetrieben wird diese Grenze zwischen diesen verschiedenen Berufen auch nach wie vor nicht klar genug gezogen.

Ein wichtiges aktuelles Thema ist daher auch, die Ausbildungsinhalte auf allen Ebenen genauer zu definieren und so den Masseurberuf in der Grundausbildung in Österreich auf ein einheitliches Level zu bringen.

Lesen Sie auch die Einführung zum Thema dieser Standpunkte:
Alle Masseure, oder was?

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Andreas Gamper Präsident des Bundesverbands für medizinische Masseure und Heilmasseure

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher , Ärzte Woche

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