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Dr. Jörg Pruckner, Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte auf Österreichebene
 
Gesundheitspolitik 5. Februar 2009

Differenzierung zwischen verschiedenen Formen der „Massage“ ist wichtig.

Zunächst halte ich die Differenzierung zwischen Wohlfühl- und therapeutischer Massage für sehr wichtig. Die an sich wichtigen Grenzlinien verschwimmen teilweise im immer unüberschaubar werdenden Markt der Wellnessangebote. Auch für den niedergelassenen Allgemeinmediziner oder Facharzt ist es wichtig, dass dieser gegenüber den Patienten klar unterscheiden kann, welche Bereiche ein Massageangebot umfassen kann und welche nicht.

Ein wichtiger Aspekt, der ebenfalls bei der Evaluierung des Heilmasseurgesetzes im Fokus sein müsste, ist, welchen Anteil der Kosten Patienten von der Kasse refundiert bekommen. Natürlich ist auch hier die Unterscheidung zwischen Heilmassage und anderen Formen der Massage wesentlich.

Oft bekommen Patienten nur einen Bruchteil der Honorare refundiert, und es gibt – ähnlich wie bei der Physiotherapie – relativ strenge Limits. Oft kann eine therapeutische Massage aber den Einsatz von Injektionen, Infusionen und Tabletten ersetzen oder zumindest reduzieren – sowohl aus gesundheitlicher als auch volkswirtschaftlicher Sicht sicher der bessere Weg.

Den Wildwuchs an verschiedenen „Massageausbildungen“ einzudämmen und für einheitliche Ausbildungsinhalte zu sorgen, ist sicher wichtig, auch wenn ich das Wissen der medizinischen und der Heilmasseure als sehr gut erlebe. In die Ausbildung einbezogen werden sollten gerade auch Allgemeinmediziner – denn es geht ja um die gute Kooperation zwischen Physiotherapie, Fachmedizin und der Grundversorgung – kurz: um ein möglichst optimales Schnittstellenmanagement.

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Dr. Jörg Pruckner Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte auf Österreichebene

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher , Ärzte Woche

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