zur Navigation zum Inhalt
Foto:Bundesheer / Peter Lechner
Drogenkonsum der jungen Rekruten – ein Abbild der Gesellschaft.
 
Gesundheitspolitik 29. Jänner 2009

Drogenprävention

15 Prozent der Grundwehrdiener werden regelmäßig positiv getestet.

Etwa 25.000 bis 30.000 junge Menschen leisten jedes Jahr ihren Präsenzdienst beim Österreichischen Bundesheer. Durch die umfassenden militärmedizinischen Untersuchungen bei der Stellung zu Beginn und während des Grundwehrdienstes leistet das Bundesheer einen wesentlichen Beitrag zur Vorbeugung von Krankheiten in Österreich.

Durch die militärmedizinischen Tests können etwa chronische Krankheiten erstmals festgestellt werden. Im Rahmen der Untersuchungen testet das Bundesheer die Rekruten auch hinsichtlich eines etwaigen Drogenkonsums. Österreichweit wird im Durchschnitt bei 10 bis 15 Prozent der Rekruten ein Drogenkonsum nachgewiesen. Im Rahmen des Grundwehrdienstes werden routinemäßig und anlassbezogen weitere Untersuchungen durchgeführt (zum Beispiel vor der Führerschein-Ausbildung oder vor Antritt von Diensten im Sanitätsbereich).

Vorbeugung beim Heereseinsatz

Verteidigungsminister Norbert Darabos ist es ein Anliegen, dass während des Grundwehrdienstes intensiv an Präventionsmaßnahmen gearbeitet wird: „Wir müssen diesem gesamtgesellschaftlichen Problem mit aller Kraft entgegenwirken – dabei gehen wir mit gezielter und professioneller Aufklärungsarbeit vor.“

Bereits im Vorjahr wurde von ihm veranlasst, Richtlinien zur Prävention des Drogen- und Suchtmittelmissbrauchs auszuarbeiten. Folgende Richtlinien sind nun bereits in Kraft:

  • Eigene Broschüre,
  • Fortbildungskurse zur „Suchtprävention und -bekämpfung“ für Zugskommandanten und Sanitätspersonal,
  • Spezielle Ausbildungsblöcke an der Heeresunteroffiziersakademie und an der Militärakademie,
  • Präventionsarbeit durch sanitätsdienstliches Personal,
  • Betreuung durch den Heerespsychologischen Dienst („Vertrauenspersonen“),
  • Kooperationen mit Jugendbetreuungseinrichtungen,
  • Mitarbeit des Ressorts in der Bundesdrogenkoordination.

 

Quelle: Österreichisches Bundesheer

Foto:Bundesheer / Peter Lechner

Drogenkonsum der jungen Rekruten – ein Abbild der Gesellschaft.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben