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Gesundheitspolitik 19. Oktober 2010

Ministerin Karl: „Mein Modell ist nicht in Stein gemeißelt"

In der nächsten Ausgabe der ÄrzteWoche bezieht die Wissenschaftsministerin Beatrix Karl Stellung zu den Protesten an den Universitäten. Auf SpringerMedizin.at sind ihre Standpunkte schon heute zu lesen:

"Frisches Geld ist ab dem Jahr 2013 möglich."

Österreich muss in Wissenschaft und Forschung im europäischen Spitzenfeld mitspielen. Daher möchte ich die Qualität an den heimischen Hochschulen ausbauen und die Rahmenbedingungen verbessern. Ohne entsprechende Mittel wird dies nicht möglich sein und ich sage ganz klar:

Wir brauchen an unseren Universitäten ab 2013 frisches Geld. In den nun laufenden Budgetverhandlungen werde ich um jeden Euro für die Unis kämpfen. Aber: Auch jene, die die Leistungen an den Unis in Anspruch nehmen, müssen einen Beitrag leisten. Alle Top-Universitäten, die Rankings anführen, zu denen wir alle gerne österreichische zählen würden, haben Studienbeiträge. Es braucht dazu ein treffsicheres Stipendiensystem, denn Studienbeiträge dürfen keine soziale Hürde sein. Mir ist wichtig, dass jeder junge Mensch, der studieren will, das auch tun kann – unabhängig von seiner finanziellen Situation. Ich habe ein Modell für Studienbeiträge vorgelegt. Es sieht vor, dass Studierende künftig pro Lehrveranstaltung bzw. Prüfung zahlen. Das bringt vor allem auch Vorteile für berufstätige Studierende.

Mein Modell ist nicht in Stein gemeißelt und ich bin für konstruktive Diskussionen und Vorschläge offen – vor allem auch seitens der SPÖ. Ich bin auch mit den Rektoren in guten Gesprächen. Das ist mir vor allem deshalb ein Anliegen, weil die Studienbeiträge an den Unis bleiben und bei den Studierenden im Hörsaal ankommen müssen.

Neben mehr Mitteln ist es zentral, den Zugang zu den Universitäten zu regeln. Mit der SPÖ gibt es eine Einigung, die Studieneingangsphase neu zu gestalten, dazu laufen Gespräche. Am Ende sollen qualitative Aufnahmeverfahren stehen. Ebenso wichtig ist es in diesem Zusammenhang, Studierende verstärkt und rechtzeitig über das breite Angebot an Studienmöglichkeiten zu informieren. Dazu habe ich mit Ministerin Claudia Schmied und der ÖH ein umfassendes Paket zur Studienwahlberatung "neu" geschnürt.

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"Aufkochende Proteste sind nicht verwunderlich"  - Stefan Konrad, Vorsitzender der Universitätsvertretung und Mitglied des akademischen Senats an der Medizinischen Universität Wien, Studienvertreter Humanmedizin

"Mehr Geld für die doppelte Aufgabe" - Prof. Dr. Josef Smolle
Rektor der Medizinischen Universität Graz

Mag. Volkmar Weilguni

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