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Gesundheitspolitik 19. Oktober 2010

Heute ist Protesttag: Fakten der MedUnis als Download

Mit Demonstartionen und Vollversammlungen treten die Rekroren und die Studenten gegen die geplanten Budgetkürzung ab dem Jahr 2013 an.
Die Rektoren fühlen sich von der Regierungsspitze aufgrund des späten Termins für den von ihnen verlangten "Bildungsgipfel" verhöhnt. Der Gesprächstermin am 22. November sei "in doppelter Hinsicht ein Hohn", so der Rektor der Uni Salzburg gegenüber der APA. Erstens hat Schmidinger den Verdacht, dass "man die Sache nicht wirklich ernst nimmt". Zweitens sei es auch ein Signal, dass man einen Termin erst nach Ausverhandlung des Budgets erhalte: "Es bedeutet, wir ändern nichts mehr."

Die Rektoren der Medizinischen Universitäten haben gemeinsam vier Forderungen formuliert, da die Aufforderung der Politik, die Universitäten sollen unter diesen Bedingungen vermehrt private Mittel, wie Sponsoring oder Fundraising lukrieren ins Leere geht. Ihre Begründung:

1. die Einnahmen nahezu aller öffentlichen Universitäten sind seit der Ausgliederung aus der Bundeshoheit ohnehin bereits um ein Vielfaches stärker gestiegen als die Einnahmen in Form öffentlicher Mittel;

2. private Mittel fließen zum Großteil in reine Auftragsforschung, die private Förderung von Grundlagenforschung hat – im Gegensatz zu den angelsächsischen Ländern – in Mitteleuropa wenig Kultur;

3. weder Auftragsforschung noch private Forschungsförderung finanziert Stammpersonal und Infrastruktur; und

4. der Staat darf sich nicht vor der Priorität, Grundlagenforschung zu fördern, drücken. Dazu zählt auch die von der Republik chronisch unterfinanzierte bzw. nicht finanzierte klinische Forschung. Grundlagenforschung sichert langfristig den Wohlfahrtsstaat, nur für sie besteht die Verpflichtung zur Offenlegung aller Ergebnisse, nur sie garantiert letztlich angewandte Forschung auf hohem Niveau. Denn auch dort haben die besten Köpfe in der Grundlagenforschung das Forschen gelernt.

MedUniWien/APA

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