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AUDIOFILES

 

Christoph KLEIN, stv. Generaldirektor
Hauptverband der Sozialversicherungsträger

Über gleiche und ähnliche Wirkstoffe
Zum Downloaden bitte klicken!Dr.Klein1_O-TON-AT.mp3 (688 KB)

Über den Umgang mit Geld der Versicherten
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Gesundheitspolitik 2. August 2010

Neuer Erstattungskodex für alle online - mit Audiofiles

Ab 1. August steht der Erstattungskodex (EKO) nicht nur Ärzten, sondern auch Patienten zur Verfügung. Möglich macht das eine Web-Lösung, die auch ohne Praxissoftware funktioniert. Doch auch für Mediziner bringt der neue EKO ein paar Änderungen: Zum einen werden wirkstoffgleiche und wirkstoffähnliche Präparate gesondert dargestellt, zum anderen wurden einige Zusatzinformationen verbessert. Zusätzlich wird das Quartals-Update durch ein aktuelleres monatliches Update ersetzt.

Ziel dabei ist es natürlich die Medikamentenkosten von jährlich 2,84 Milliarden Euro (Stand 2009) weiter zu senken und zwar konkret von derzeit 40 auf insgesamt 70 Prozent, so der Hauptverband der Versicherungsträger in seiner Aussendung. Basis hierfür sind die Richtlinien über die ökonomische Verschreibweise (RöV).

Deren konsequente Umsetzung ist mit einigen Ärztekammern, wie Salzburg, Oberösterreich und seit Juni auch Vorarlberg vertraglich geregelt und ging nicht immer konfliktfrei über die Bühne. In Salzburg endeten die Diskussionen vor Gericht: Die Pharmig klagte wegen "unlauteren Wettbewerbs".

Der sparsame Patient

Dass mit der Öffnung des Ökotools für alle der Hauptverband nun auf den mündigen und auch auf den sparwilligen Patienten setzt, ist nicht das Ziel. Viel mehr geht es darum, dass neben den Ärzten die Betroffenen selbst mit bestmöglicher Information versorgt werden. Alle interessierten Laien können sich deshalb seit Anfang August direkt online ein Bild über ihre Medikamente, Generika und deren Wirkstoffe machen. Über die beste Therapie entscheidet aber natürlich weiterhin der Arzt.

Dass bei Einsparungswünschen Zahlen dehnbare Parameter sind, zeigt die Auslegung der Medikamentenkosten: Fast eine Milliarde liegen hier die Angaben des Hauptverbandes von jenen der Pharmaindustrie auseinander. Während die Kassen die Gesamtkosten von 2,84 Milliarden als Basis nimmt, zieht die Pharmig den Nettobetrag vor. Werden Rezeptgebühren und Mehrwertsteuer abgezogen, bleibt ein Nettobetrag von 2,2 Milliarden. Tatsache bleibt, dass bei Milliardenbeträgen das Einsparungspotential entsprechend hoch ist.

Verbesserte Funktionalitäten

Abseits des üblichen Gerangels zwischen Kassen und Pharmaindistrie wurden mit dem neuen Ökotool allerdings endlich auch lang geforderte Medizinerwünsche berücksichtigt: So wird das Update nun monatlich  erfolgen. Über das Web können Ärzte auch im Krankenhaus zugreifen und vor allem die lang kritisierte gemeinsame Auflistung wirkstoffähnlicher und wirkstoffgleicher Präparate wurde nun verbessert.

Für November kündigt der Hauptverband der Sozialversicherungsträger noch weitere Verbesserungen an: Dann soll der Erstattungskodex nicht nur im Internet, sondern gleich über die e-Card Schnittstelle zur Verfügung stehen. Das wird weitere Erleichterungen bringen, wie zum Beispiel der direkte Zugriff von der e-Card und ein automatisches Update des EKO.

 

 

Link: Infotool online

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