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Foto: BMIa
Mag. Dr. Maria Fekter Bundesministerin für Inneres
 
Gesundheitspolitik 6. Juli 2010

Hierarchien der Drogenmafia zerstören und Handel erschweren

Drogen zerstören Gesundheit und Leben – und das nicht nur aufgrund der enthaltenen Substanzen. Auch begleitende Phänomene wie die Übertragung von HIV bestärken mich darin, gegen Drogen vorzugehen. Ziel der Drogenbekämpfung ist es, das Angebot so gering wie möglich zu halten. Wir wollen den Zugang zu Drogen schwierig gestalten. Drogenkriminalität muss sowohl auf Anbieterseite bekämpft als auch auf Nachfrageseite dezimiert werden. Die Polizei hat in Österreich im Vorjahr illegale Substanzen mit einem Schwarzmarktwert von insgesamt fast 39 Millionen Euro sichergestellt. Das waren um über 56 Prozent mehr als im Jahr 2008. Im Jahr 2009 hat es in Österreich 22.729 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz gegeben. Das waren um 13,4 Prozent mehr als 2008. Die Steigerung der Anzeigenzahl zeigt auch, dass die Drogenbekämpfung durch die Polizei gut funktioniert. Die Drogenkriminalität muss auf internationaler Ebene bekämpft werden. Wir haben in den letzten Jahren sehr wirksame Initiativen gesetzt. Man muss sich dessen bewusst sein, dass ein Land nicht allein gegen den weltweit verzweigten Handel mit Suchtgiften aller Art vorgehen kann. Auf nationaler Ebene wird die Drogenkriminalität auf zwei Ebenen bekämpft: Durch Schwerpunktaktionen auf der Straße soll den Konsumenten der Zugang zu Drogen erschwert werden. Durch gezielte Ermittlungen der Kriminalistinnen und Kriminalisten sollen kriminelle Organisationen zerschlagen werden. Als Sicherheitsministerin bin ich überzeugt, dass diese Maßnahmen richtig gesetzt sind. Drogenbekämpfung ist nicht nur Kriminalitätsbekämpfung, es ist vor allem auch Gesundheitsprävention. Ich werde mit unserem Schwerpunkt gegen den Handel mit illegalen Drogen eine weitere Initiative ergreifen. Im Kampf gegen Drogen sind viele Menschen und Organisationen wichtige Kooperationspartner. Ich danke daher allen für ihre wichtige Unterstützung.

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