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© BMG, Fotos: Klaus Pichler
Abb. 1: Erster Kindergesundheitsdialog: Gesundheitsministerium in Wien, Zugang zum Festsaal
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Abb. 2: BM Alois Stöger auf dem Podium

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Abb. 3: Dr. Klaus Vavrik, Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, Wien, bei seinem Impulsreferat

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Abb. 4: Professor Dr. Marcus Müllner, AGES PharmMed Wien beim Vortrag

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Abb. 5: Univ.-Prof. Dr. Klaus Schmitt, ärztlicher Leiter der Landes-Kinderklinik Linz und Präsident der ÖGKJ

 
Gesundheitspolitik 28. Juni 2010

Kindergesundheitsdialog

Ein frischer Wind im Kindergesundheitssystem?

Etwa 150 Expertinnen und Experten aus allen Bereichen der Kinder- und Jugendmedizin trafen sich am 28. April 2010 auf Einladung von Bundesminister Alois Stöger im Gesundheitsministerium zum „Ersten Kindergesundheitsdialog“. Es war erklärte Absicht dieses Kindergesundheitsdialoges, bestehende Defizite in der Gesundheitsversorgung von Österreichs Kindern und Jugendlichen darzustellen und Möglichkeiten zur Verbesserung zu entwickeln.

Die von Ricarda Reinisch moderierte Veranstaltung wurde mit einem Film über Schulkinder eröffnet, in welchem diese durch Präsentation ihrer Befindlichkeit, Wünsche und Anliegen einen kleinen Einblick in ihr Seelenleben gaben.

Eröffnungsansprache

Bundesminister Alois Stöger eröffnete mit dem Hinweis, dass in Österreich 1,7 Millionen Menschen jünger als 18 Jahre sind und „Österreichs Kinder und Jugendliche“ darstellen. Da diese Personengruppe keine Lobby habe, müssten sich andere um sie kümmern, indem sie Defizite im Gesundheitssystem aufzeigen und diese nach Möglichkeit beheben. Dabei müsse Bedacht auf „reale Politik“ und „Machbarkeit“ genommen werden. Stöger betonte die soziale Ungleichheit als besonders wichtigen Faktor, daneben erwähnte er die aus der OECD-Studie bekannten schlechten Ergebnisse bezüglich Rauchgewohnheiten und Alkoholmissbrauch bei Österreichs Kindern und Jugendlichen. 90.000 Kinder in Österreich lebten in Armut und weit über 100.000 Kinder seien zusätzlich armutsgefährdet.

Durchaus selbstkritisch stellte Stöger fest, dass für Österreich Daten zur Gesundheitslage von Kindern und Jugendlichen bisher vielfach fehlten, als beispielhaft für eine solche Erhebung erwähnte er die deutsche KIGGS-Studie. Nach Erhebung von Daten müsse dann in einem zweiten Schritt nach Verbesserung getrachtet werden. Ein wichtiger Schritt dahin sei die Herstellung von „Lebensfreude“ und die soziale Einbindung des Einzelnen in der Gesellschaft. Bei der Umsetzung von Einzelmaßnahmen müsse man immer im Auge behalten, was dringend umgesetzt werden müsse und unter den gegebenen Bedingungen auch machbar sei. Als Beispiel dafür führte er die Kinderrehabilitation an, welche unbedingt in absehbarer Zeit realisiert werden müsse.

 

Stöger erwähnte kursorisch folgende weitere Schwerpunkte: Betreuung und Gesundheitsbildung in Kindergärten und Schulen, adäquate Therapie für seltene Erkrankungen, Mutter-Kind-Pass und dessen laufende Evaluation, ambulante Versorgung und Schnittstellenproblematik.

Schließlich verwies er auf Defizite in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, wo es derzeit zu wenige Ausbildungsstellen gäbe. Durch Deklaration der Kinder- und Jugendpsychiatrie als „Mangelfach“ seien aber schon demnächst 25 zusätzliche Ausbildungsplätze zu erwarten.

Schließlich erwähnte Stöger noch den „Nationalen Aktionsplan Ernährung“, welcher vom Bundesministerium derzeit intensiv betrieben wird. Dieser wird in nächster Zeit um einen „Nationalen Aktionsplan Bewegung“ ergänzt werden.

Abschließend betonte Stöger, dass Einzelmaßnahmen nicht ausreichten, sondern dass vielmehr ein multimodales Konzept erforderlich sei mit entsprechender Vernetzung, zu der er alle herzlich einlade.

Internationaler Vergleich

Dr. Arno Melitopulos, welcher seit zirka einem Jahr die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) leitet, ging in seinem Referat auf die jüngste OECD-Studie zur Kinder- und Jugendgesundheit ein, welche 30 OECD-Staaten miteinander verglich. In diesem Vergleich liegt Österreich an unrühmlicher 27. Stelle. Die schlechte Platzierung sei vor allem durch schlechte Ergebnisse im Bereich „Risikoverhalten“ bedingt, und hier vor allem wieder durch übermäßigen Nikotinkonsum, Alkoholabusus und Suizidalität.

Melitopulos wies aber auch darauf hin, dass eine derartige Gesamtplatzierung nicht unkritisch zur Kenntnis genommen werden sollte, sondern dass auch die Rohdaten und die Auswahl der Gesundheitsindikatoren analysiert werden sollten.

Anhand der HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) ging Melitopulos etwas näher auf derartige Indikatoren ein. Er stellte dar, dass 28 derartige „Gesundheitsindikatoren“ folgenden vier Gruppen zugeordnet worden wären:

 

  • Sozialer Kontakt
  • Gesundheitszustand
  • Gesundheitsverhalten
  • Risikoverhalten

 

Wie erwähnt, habe Österreich insbesondere in der Gruppe Risikoverhalten schlecht abgeschnitten. Man müsse dies aber auch folgendermaßen relativieren: In Österreich geben 50 Prozent der Befragten an, mit 13 Jahren bereits ihre erste Zigarette geraucht zu haben (versus 30 % im internationalen Vergleich). Gleichzeitig geben aber nur 7 Prozent aus dieser Gruppe an, mindestens einmal wöchentlich zu rauchen (versus 6 % im internationalen Schnitt). Ähnliches gelte auch für den Alkoholmissbrauch:

Zwar geben 24 Prozent aller 13-Jährigen an, bereits einmal berauscht gewesen zu sein (versus 15 % international), der Anteil der regelmäßig Alkohol Konsumierenden sei aber in Österreich nicht höher als in anderen Ländern.

Melitopulos fasste die teilweise etwas widersprüchlichen Ergebnisse zusammen mit der Feststellung, dass für die „Messung eines Gesundheitssystems“ nur sehr begrenzte Datengrundlagen bestehen. Dazu gehörten unter anderem Geburten- und Säuglingssterblichkeit, Teilnahme an Mutter-Kind-Pass- bzw. Vorsorge-Untersuchungen, Teilnahme und Qualität von Schuluntersuchungen, Todesursachen-Statistik, Unfall-Statistik, Krebsrate und andere.

Die Säuglingssterblichkeit läge in Österreich mit 3,5 bis 4 Promille im Schnitt von 15 EU-Ländern, die Selbstmordrate bei Jugendlichen sowie die Sterblichkeit durch kindliche Krebserkrankungen seien kontinuierlich rückläufig.

Schließlich betonte Melitopulos, dass Gesundheitsdeterminanten immer im Zusammenhang mit dem sozialen Umfeld, der Wohnsituation, dem Bildungsstatus, der Lebensweise und anderen Co-Faktoren zu sehen seien. An vorliegenden Berichten zur Kinder- und Jugendgesundheit erwähnte Melitopulos Berichte aus Wien (2002), Kärnten (2006), für 2010 sei ein GÖG-Bericht geplant. Dieser sei vorerst nur als „Basisbericht“ vorgesehen, in den nächsten Jahren soll er um spezielle Themen ergänzt werden.

Melitopulos stellte noch dar, dass sich die Zahl der Kinderfachärzte seit 2001 von 925 auf 1.124 im Jahr 2009 erhöht habe, die Zahl der niedergelassenen Kinderärzte sei jedoch im gleichen Zeitraum nicht gestiegen.

Schließlich verwies Melitopulos noch auf die Tätigkeit des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), der in den letzten Jahren 113 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 5 Millionen Euro gefördert habe.

Melitopulos beendete seine Präsentation mit der Darstellung des „Gesundheitspolitischen Regelkreises“.

Wie gesund sind Deutschlands Kinder?

PD Dr. Martin Schlaud, Robert Koch Institut, Deutschland, kritisiert eingangs, dass Aussagen zum Gesundheitssystem oftmals reduziert werden auf den Prozentsatz der „dicken Kinder“. Tatsächlich hatte auch Deutschland lange Zeit keine guten Daten zur Kindergesundheit, dies habe sich jedoch durch die KIGGS-Studie (Kinder- und Jugendgesundheitsstudie/-survey) grundlegend geändert. Diese Studie wurde zwischen Mai 2003 und Mai 2006 an 167 Studienorten unter Einschluss von 17.641 Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Die Erfassung somatometrischer Daten erfolgte standardisiert und ergab sowohl bei Buben als auch bei Mädchen 15 Prozent übergewichtige und 6 Prozent adipöse Kinder bzw. Jugendliche. Dabei kommt es interessanterweise insbesondere mit Schuleintritt zu einem sprunghaften Anstieg der übergewichtigen Kinder. In der deutschen Studie hatten 25 Prozent aller Untersuchten einen Migrationshintergrund. Die Kindergesundheitsdaten zeigen einen starken Zusammenhang mit Bildung und sozialer Schicht. Bei den Essstörungen zeigen sich ab dem Pubertätsalter starke geschlechtsspezifische Unterschiede mit deutlich erhöhter Prävalenz unter den Mädchen. Der Nikotinkonsum sei bei weiblichen Jugendlichen höher als bei männlichen. Umgekehrt sei der Alkoholmissbrauch bei männlichen Jugendlichen ausgeprägter. Auch der Fernsehkonsum ist stark mit dem Sozialstatus korreliert, niedere soziale Schicht geht mit erhöhtem TV-Konsum einher. Als weiteres Beispiel wurde die Verwendung von Fahrradhelmen gezeigt, diese ist ebenfalls abhängig vom Sozialstatus und nimmt mit zunehmendem Alter massiv ab.

Schlaud fasst seine Präsentation folgendermaßen zusammen: Präventionskonzepte müssen zielgruppenspezifisch ausgerichtet sein, niedrige soziale Schichten müssen ebenfalls erreicht werden, die Elternkompetenz muss gefördert werden.

Impulsreferat „Ansätze zu einer zukunftsorientierten Kinder- und Jugendgesundheitsversorgung in Österreich“

Dr. Klaus Vavrik, Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, Wien, präsentiert die „Liga“ als „Vernetzer“ von Institutionen, Vereinen und Verbänden, welche sich mit Kinder- und Jugendgesundheit beschäftigen. Er erwähnt die veränderten Anforderungen an unser Gesundheitssystem (Lebensstilerkrankungen und psychosomatische Erkrankungen zunehmend, klassische Infektionen abnehmend). Er betont, dass man das Augenmerk nicht nur auf trinkende, rauchende und übergewichtige Jugendliche richten dürfe, man müsse viel mehr bedenken, dass Kinder und Jugendliche auch „einen Weg dorthin haben“. Diesen müsse man näher betrachten und mit Änderungen dort ansetzen. Dazu könne die Verwendung einer 2- bzw. 3-dimensionalen „Versorgungsmatrix“ hilfreich sein. Laut Vavrik müsse es in einem kinder- und jugendgerechten Gesundheitssystem vor allem Folgendes geben:

 

  • Kinder- und Jugendgesundheitsdaten
  • Prävention im Kindes- und Jugendbereich
  • Interdisziplinäre Netzwerke
  • Ausreichendes leistbares bzw. kostenfreies diagnostisches bzw. therapeutisches Angebot
  • Durchgehende Qualitätssicherung
  • Stärkung und Unterstützung der Elternschaft
  • Ressortübergreifende Gesundheitspolitik

 

Vavrik schließt mit der Feststellung, dass in Anbetracht einer Reproduktionsrate von 1,3 Kindern pro Frau und einer Scheidungsrate von 60 Prozent in Wien die Aussichten nicht „rosig“ seien, und gerade deshalb interdisziplinäre Korrekturen im Gesundheitsbereich notwendig seien.

„Was ist das Problem mit den Kinderarzneimitteln und was tun wir dagegen ?“

Professor Dr. Marcus Müllner, AGES PharmMed Wien, erwähnt, dass 50 Prozent der bei Kindern angewandten Arzneimittel nicht für diese zugelassen seien („unlicensed bzw. off-label use“). Die niedrigste Rate nicht zugelassener Medikamente gäbe es bei niedergelassenen Fachärzten (40 %), die höchste an Neonatologien (90 %). Die vielfach gebräuchliche Umrechnung nach Körpergewicht bzw. Körperoberfläche nehme auf altersspezifische Besonderheiten wie Pharmakodynamik keine bzw. wenig Rücksicht. Gerade deshalb seien unbedingt kinderspezifische Arzneimittelstudien und –zulassungen zu fordern. Als „Hürden“ für Studien nennt Dr. Müllner ethische Bedenken, Kosten, vor allem aber fehlende Strukturen und Netzwerke.

Seit 2006 gibt es nun eine EU-weite Gesetzgebung, welche die Durchführung von Zulassungsstudien für pädiatrische Medikamente vorschreibt. Jedes neu entwickelte Medikament muss nun auf seine Anwendbarkeit für die Pädiatrie überprüft werden, diese müsse entweder nachgewiesen oder definitiv ausgeschlossen werden. Die Koordination der Studien erfolgt durch die EMA. Österreich nimmt an derartigen Studien durch Beteiligung der AGES aktiv teil, ein Problem bestehe jedoch noch bei der Errichtung von Studienzentren und insbesondere bei der Errichtung des „Netzwerkes der Netzwerke“.

Bildung von sechs Arbeitsgruppen

Die Nachmittagssession wird von Sektionschef Professor Dr. Robert Schlögel, Gesundheitsministerium Wien, mit einigen launigen Bildern vom Mittagsbuffet eröffnet. Durch Fotos des Buffets „davor“ und „danach“ wird dokumentiert, dass von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern „gesunde“ und „ungesunde“ Nahrungsmittel etwa in gleichem Ausmaß konsumiert wurden.

Sektionschef Schlögel verweist auf die jüngsten Aktivitäten im Gesundheitsbereich für Kinder und Jugendliche. So gab es 2004 unter Bundesministerin Rauch-Kallat bereits einen Österreichischen Gesundheitsplan für Kinder, 2007 wurde die „Ständige Kommission für Kindermedizin im Bundesministerium“ eingerichtet, in den Jahren 2008 bis 2010 wurde gemeinsam mit ÖGKJ und ÖBIG ein Rehabilitationsplan für Österreichs Kinder und Jugendliche entwickelt. Weiters wurde im Jahr 2009 der Mutter-Kind-Pass um den Glucose-Toleranztest und eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung erweitert. Seit dem Jahr 2007 wird schließlich auch das Projekt „Richtige Ernährung“ in Zusammenarbeit mit der AGES betrieben.

Sektionschef Schlögel präsentiert schließlich die neu errichteten Arbeitsgruppen, welche innerhalb eines Jahres Daten erheben und zu einem Bericht zusammenfassen sollen. Es werden folgende sechs Arbeitsgruppen errichtet:

 

  • AG 1 – Gesundheitsförderung/Prävention (Leitung Dr. Wolschlager)
  • AG 2 – Versorgung (Leitung Mag. Embacher)
  • AG 3 – Psychosoziale Gesundheit (Leitung Dr. Arrouas)
  • AG 4 – Rehabilitation (Leitung Sektionschef Prof. Dr. Schlögel)
  • AG 5 – Risikoschwangerschaft und -geburt (Leitung Dr. Fally-Kausek)
  • AG 6 – Kinderarzneimittel (Leitung Prof. Dr. Müllner, AGES)

 

Schlögel schließt mit der Bemerkung, dass zusätzliche Mitglieder zu den Arbeitsgruppen noch nominiert werden können, die Arbeitsgruppen jedoch demnächst ihre Tätigkeit aufnehmen sollen und die Projektberichte im Frühjahr 2011 fertiggestellt werden sollen.

Round Table der Gesundheitssprecher

Den inhaltlichen Abschluss der Tagung bildet ein Round Table-Gespräch der Gesundheitssprecher von SPÖ, ÖVP, Grünen und BZÖ. Die Vertreterin der FPÖ musste aus persönlichen Gründen absagen. Jeder Politiker erhält die Möglichkeit zu einem Einleitungsstatement.

Dabei betont Dr. Wolfgang Spadiut (BZÖ) seinen Wunsch nach mehr Gesundheitsversorgung für Österreichs Kinder und Jugendliche, Verstärkung der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen über das Kleinkindesalter hinaus bis zum 18. Lebensjahr. Der Sprecher der Grünen (Prof. Dr. Kurt Grünewald) betont nochmals die schlechten Ergebnisse der OECD-Studie. Er fordert, dass statt der „10. Resolution“ endlich die Umsetzung von Verbesserungen erfolgen sollte. Dr. Erwin Rasinger (ÖVP) begrüßt die Initiative von Bundesminister Stöger und will „Tempo machen“. Dr. Sabine Oberhauser (SPÖ) ergänzt, dass es bei Verbesserungen im Gesundheitssystem nicht um „Marktaufteilung“ gehen dürfe, sondern um die Erfüllung von Notwendigkeiten.

 

In fast „kitschiger“ Einigkeit deklarieren im weiteren Gespräch alle Parteienvertreter, sich über Parteigrenzen hinweg gemeinsam für Kinder- und Jugendgesundheit einzusetzen!!!

Diese absolut erfreuliche Einigkeit wird allerdings relativiert durch die abschließende Feststellung von Dr. Grünewald, dass Gesundheitssprecher in ihren eigenen Parteien selten eine entscheidende Rolle spielen!

Schlusswort

BM Stöger lädt abschließend nochmals zur Zusammenarbeit ein und bringt seinen Wunsch zum Ausdruck, dass Österreich bald als „weltmeisterlich“ dastehe, was Verbesserungen im Kindergesundheitssystem betrifft.

Abschließender Kommentar

Es ist als absolut positiv zu bewerten, dass das Thema „Kindergesundheit“ unter Einbindung zahlreicher Expertinnen und Experten einen ganzen Tag lang zum „Hauptthema“ gemacht wurde.

 

Der weitere Verlauf des Dialoges und insbesondere die Arbeitsgruppen-Berichte im Frühjahr 2011 werden zeigen, ob man dann tatsächlich über Absichtserklärungen hinauskommt und es sich somit wirklich um einen „frischen Wind“ mit nachhaltigen Verbesserungen im österreichischen Kindergesundheitssystem handelt.

 

 

Prim. Univ. Prof. Dr. Reinhold Kerbl Kindergesundheitsdialog im Gesundheitsministerium in Wien, 28.04.2010

1 LKH Leoben-Eisenerz, Abteilung für Kinder und Jugendliche

Zur Person
Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl
ist Vorstand der Abteilung für Kinder und Jugendliche am Landeskrankenhaus Leoben-Eisenerz und Herausgeber von „Pädiatrie & Pädologie“. Er hat am „Ersten Kindergesundheits- dialog“ im April in Wien teilgenommen und berichtet nun darüber.

Professor Dr. Kerbl ist auch in der Fortbildung sehr aktiv: Informationen zu seinen beiden Herbsttagungen - im Heft

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