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Gesundheitspolitik 15. Juni 2010

Operateure wehren sich

Chirurgen erheben verstärkten Führungsanspruch auf der Intensivstation.

Geht es nach dem Österreichischer Strukturplan Gesundheit (ÖSG), werden Therapieentscheidung und die Verantwortung über die Verfügbarkeit von Intensivbetten nach Operationen ohne Miteinbeziehung von Chirurgen getroffen: Die 2005 und 2008 neu eingeführten Strukturqualitätskriterien für Intensivstationen sehen für deren Führung nur Fachärzte der Anästhesie, Innere Medizin, Neurologie, Neurochirurgie, Pädiatrie und Neonatologie vor. Österreichische Chirurgen haben bereits eine Revision der diesbezüglichen ÖSG-Bestimmungen beim Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheit (ÖBIG) und beim Bundesministerium für Gesundheit eingefordert

Am 51. Chirurgenkongress in Linz wurden die Bestimmungen diskutiert: Der Führungsanspruch auf einer Intensivstation bedinge umfassende Kenntnisse der Pathophysiologie, medikamentöser und apparativer Therapie und chirurgisch-therapeutischer Interventionen. Postoperative Veränderungen und das Erkennen möglicher Komplikationen bedürften kontinuierlicher chirurgischer Präsenz.

„Der intensivmedizinisch ausgebildete und erfahrene Chirurg stellt für die Betreuung chirurgischer Patienten nicht nur einen Konsiliararzt, sondern einen vollwertigen Intensivmediziner mit ,chirurgischem Denken‘ dar“, resümierte Prof. Dr. Thomas Sautner, Leiter der Chirurgie am Krankenhaus St. Elisabeth in Wien.

 

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