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Ab wann gilt die e-Card wieder ?
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Patienten: Mehr Leistung fürs gleiche Geld
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Eckpunkte der Vereinbarung
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Gesundheitspolitik 10. Juni 2010

Ärzte erhalten vier Prozent mehr - mit Audiofiles

Geeinigt haben sich SVA und Ärztekammer auf eine durchschnittliche Erhöhung von 0,65 Prozent der Tarife. Die Anpassung erfolgt, wie bereits in der im Herbst gescheiterten Vereinbarung geplant, gestaffelt: Die Hausärzte erhalten rund 4 Prozent mehr, Labortarife werden heuer um 22 Prozent, ab 2011 um weitere 5 Prozent reduziert.

Ab sofort Abrechnung mit e-Card

Für die rund 676.000 Versicherten der Krankenkasse, die für alle Selbstständigen in Österreich zuständig ist, bedeutet die Einigung, dass sie ab sofort wieder mit ihrer E-Card zum Arzt gehen können. Zumindest gibt es eine entsprechende Empfehlung der Ärztekammer an ihre Mitglieder, den Patienten die Abrechnung mittels E-Card zu ermöglichen, wie Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und sein Gegenüber Ärztekammerpräsident Walter Dorner bei einer Pressekonferenz am Donnerstag sagten. Offiziell in Kraft treten soll die Vereinbarung am Montag, da zuvor noch die zuständigen Gremien zustimmen müssten. 

Pilotprojekt gestaffelter Selbstbehalt

Darüber hinaus haben Ärzte- und Wirtschaftskammer vereinbart, dass es ab 2012 einen neuen Gesamtvertrag geben soll, der SVA-Versicherten unter anderem flexiblere Arzt-Termine sowie ein Vertrauensarztsystem bringen soll. Außerdem ist ein Gesundheitsvorsorgesystem geplant: Erreichen die SVA-Versicherten bestimmte, mit dem Hausarzt gemeinsam festgelegte Gesundheitsparameter (zum Beispiel reduziertes Gewicht oder Cholesterinwerte), dann wird der bei jedem Arztbesuch zu bezahlende Selbstbehalt, derzeit 20 Prozent, halbiert. Ein großflächiger Pilotversuch dafür soll bereits 2011 erfolgen.

Stöger: "Riesenerfolg für die Versicherten"

Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) hat die Einigung auf einen neuen Honorarvertrag in einer ersten Reaktion als einen "Riesenerfolg für die Versicherten" bezeichnet. Die Solidarität sei damit gewachsen, waren sich er und der Generaldirektor des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger, Josef Kandlhofer, vor Journalisten am Donnerstag in Linz einig. Es gehe um mehr Gleichheit im Gesundheitswesen, Österreich sei "Weltmarktführer", betonte Stöger.

Damit die Versicherten "in Zukunft vor derart untragbaren Situationen geschützt sind", will der Minister, wie er selbst sagt, das Instrument einer verbindlichen Schlichtung gesetzlich verankern. Der Zeitdruck dafür sei zwar jetzt nicht mehr so groß, erklärte Stöger. "Dennoch soll das Vorhaben in einem gebotenen Zeitraum umgesetzt werden."

APA

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