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Foto: Privat
Mag. Beate Hartinger Generaldirektor-Stellvertreterin des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger
 
Gesundheitspolitik 8. Jänner 2009

Honorarforderungen nicht auf dem Rücken der Patienten austragen.

Es ist sichergestellt, dass alle Patienten, die Psychotherapie benötigen, diese auch von ihrem Krankenversicherungsträger erhalten. Die einschlägige Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) zu diesem Thema bestätigt, dass die bestehende Versorgung den WHO-Standards entspricht und keine Nachteile gegenüber einem Gesamtvertragsmodell beinhaltet. Die geforderten 40 Millionen Euro zusätzliches Honorar bedeuten nach eigenen Aussagen des österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie rund 30.000 zusätzliche Patienten oder eine Steigerung um 60 Prozent. Ich persönlich sehe mich in diesem Zusammenhang im Einklang mit dem Regierungsprogramm, wonach der Ausbau der psychotherapeutischen Versorgung nur bedarfsgerecht vorzunehmen ist, was ja auch laufend stattfindet. In diesem Zusammenhang ist es wesentlich, dass nicht jedwede Störung bereits Krankheitswert hat und auch für die Psychotherapie geeignet ist. Immer wieder sind auch Patienten nicht bereit, sich einer psychotherapeutischen Behandlung zu unterziehen. Der Hauptverband lehnt jedenfalls klar ab, dass diese Honorarforderung mit einer Welle der Patientenverunsicherung einhergeht und erachtet es gerade für Psychotherapeuten als unwürdig, Honorarforderungen auf dem Rücken von Patienten auszutragen.

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Mag. Beate Hartinger Generaldirektor-Stellvertreterin des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher , Ärzte Woche

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