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Foto: Österreichische Ärztekammer
Dr. Günther Wawrowsky Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte und niedergelassener Facharzt für Innere Medizin
 
Gesundheitspolitik 9. Februar 2010

Gute Kommunikation mit Patienten ist wichtig.

Gerade in einer fachärztlichen Ordination ist ein gutes Terminsystem wichtig. Patienten sollen sich darauf verlassen können, dass sie in überschaubaren Zeiträumen zu ihren Behandlungen kommen. Sicher ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich gewisse Wartezeiten durch Notfälle ergeben können – dafür hat sicher jeder Verständnis, weil er ja selber in diese Situation kommen kann.

Wenn ich z. B. einen Termin für eine Darmspiegelung ansetze, muss ich mich vorbereiten und das Team bereit stehen. Der Patient muss rechtzeitig da sein, damit die nötigen ersten Schritte erfolgen können. Ich persönlich habe noch nie eine Pönale verrechnet, wenn jemand bei einem solchen Termin unentschuldigt fehlte, weil ich in der Zeit genug anderes zu tun habe. Aber es gibt sicher Situationen oder Untersuchungen, wo tatsächlich die ganze Ordination steht, weil jemand nicht erscheint, und es zu einem Verdienstentgang kommt. Zudem kann dies dazu führen, dass es für andere Patienten zu längeren Wartezeiten kommt. Wenn ein Arzt sich entscheidet, in seinen Abläufen eine Art Selbstbehalt für solche Situationen einzuführen, muss das unbedingt gut kommuniziert werden.

Es gibt für eine solche Pönale keine Richtlinien wie bei den Zahnärzten. Es kann durchaus sein, dass wir dazu Leitlinien entwickeln werden, wobei ich das aber nicht als prioritäres Projekt sehe, da die Zahl der Fälle verschwindend klein ist und es wahrlich wichtigere Probleme gibt.

 

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