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Peter Kollmann, Obmann des Verbands der österreichischen selbstständigen Betreuer und Pfleger
 
Gesundheitspolitik 2. Februar 2010

Mehr Unterstützung für Personenbetreuer wäre wichtig.

Für den Gewerbeschein als Personenbetreuer gibt es keinerlei Voraussetzungen. Wir arbeiten an der Umsetzung eines Ausbildungspasses auf freiwilliger Basis, in dem vorangegangene Ausbildungen und berufliche Erfahrungen dokumentiert werden, was sowohl für die Patienten als auch die Personenbetreuer mehr Sicherheit bringt.

Die Situation der Personenbetreuer hat sich mit dem Gesetz in den meisten Fällen verbessert, wobei es nach wie vor Agenturen gibt, die mit Knebelverträgen agieren. Dabei werden zudem den Tätigen sowohl bei der Rekrutierung als auch für die Tätigkeit in Österreich hohe „Bearbeitungsgebühren“ verrechnet.

Ein Problem ist, dass von der Wirtschaftskammer zwar die Phase des Schritts in die Selbstständigkeit unterstützt wird, dann aber oft detaillierte Informationen über die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen der Tätigkeit schwer zu bekommen sind. Der Verband ist an einem Konzept beteiligt, das diese Form der Begleitung qualitativ sicherstellen soll.

Weiters ist im Gesetz zwar von einer Dokumentation und Kontrolle der Tätigkeit der Personenbetreuer die Rede, meist ist jedoch völlig unklar, wer das wie umsetzt. Eine fachliche Unterstützung durch qualifiziertes Personal wäre sicher wünschenswert, ebenso wie Hotlines in tschechischer und ungarischer Sprache – auch weil mindestens zwei Drittel der Personenbetreuer nicht aus Österreich kommen. So geht es etwa darum, Beipackzettel zu Medikamenten richtig zu deuten.

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Lesen Sie zu diesem Thema auch diese Standpunkte:

Von Dr. Otto Pjeta, Österreichische Ärztekammer: Bei Qualitätssicherung sollten Hausärzte eine wichtige Rolle spielen.

Von Mag. Walter Marschitz, Stv. Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz, Volkshilfe) sowie Geschäftsführer des Hilfswerks Österreich: Das Modell der selbstständigen Personenbetreuer hat sich durchaus bewährt.

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher, Ärzte Woche 5 /2010

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