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Zentrales Ziel vieler Rehabilitationsmaßnahmen ist es, Betroffenen wieder ein möglichst selbständiges Leben zu ermöglichen.
 
Gesundheitspolitik 14. Jänner 2010

Bei Schlaganfall nicht optimal versorgt

Zu oft werden aus Betroffenen Pflegefälle – Probleme bestehen vor allem beim Übergang in die Rehabilitation.

Über das System der Leistungsorientierten Krankenhausversorgung gibt es für unterschiedliche Intensitäten der Versorgung von Patienten mit Schlaganfall ein unterschiedliches Entgelt. Rehabilitationszentren bekommen – unabhängig vom Träger – für alle Patienten deutlich niedrigere Einheitssätze. Und das, obwohl für schwerere Fälle schon allein der Personalaufwand deutlich höher ist. Rehaplätze sind so insgesamt limitiert und es kommt teils zu langen Verzögerungen zwischen Spitalsaufenthalt und Folgemaßnahmen. Dies verursacht hohe Kosten, allerdings zum Großteil für andere Finanzierungstöpfe – einmal mehr ein negatives Beispiel, welche fatalen Auswirkungen das Finanzierungschaos im heimischen System hat.

Die Probleme in der Rehabilitation von Patienten mit Schlaganfall sind schon seit Jahren ähnlich. In den Medien finden sich allerdings eher Jubelmeldungen über neue Stroke units, die auf die modernsten Geräte und eine gute Organisation zurückgreifen können. Das hier investierte Geld ist sicher gut angelegt, nur müsste auch über den „Tellerrand“ dieses letztlich kleinen Systemteils hinausgedacht werden. Aktuelle Analysen weisen darauf hin, dass die Zahl der Patienten mit Schlaganfall stark im Steigen ist. Höher ist zum Glück auch die Wahrscheinlichkeit, dass rechtzeitig eine erste Behandlung erfolgt. Die dann folgenden Probleme werden aber viel zu wenig beachtet.

Lesen Sie zu diesem Thema diese Standpunkte:

Von Prof. Dr. Wilfried Lang, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Schlaganfall-Forschung: „Ziel wäre eine individuell abgestimmte Versorgung.

Von Prof. Dr. Heinrich Binder, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Neurorehabilitation: „Suboptimale Versorgung von Insultpatienten verursacht hohe Kosten.

Von Manuela Messmer-Wullen, Obfrau der Schlaganfall-Hilfe Österreich: „Die Versorgung sieht in den Regionen sehr unterschiedlich aus.

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher , Ärzte Woche 2 /2010

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