zur Navigation zum Inhalt
Foto: Archiv
Dr. Johann Jäger Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte in Niederösterreich
 
Gesundheitspolitik 10. November 2009

Eigentlich gäbe es keinen Grund zur Kündigung des DMP.

Wir sind bei „Therapie Aktiv“ in einer Anfangsphase: erst vor einem halben Jahr wurde das Programm in der letzten Region ausgerollt. Daher ist es auch kein Wunder, dass teilweise noch zu wenige Patienten im DMP sind.

Viele Argumente, die jetzt für die Kündigung gebracht werden, sind eigentlich absurd: Nur weil ein Allgemeinmediziner oder Internist eine Wochenendschulung für das DMP macht, bringt das keine „Zerstückelung von Einzelfächern“. Weiters wurde das DMP ja eingeführt, weil es eben Mankos in der Versorgung der Diabetiker gibt – mit dem Programm gäbe es auch entsprechende Abrechnungsposten, damit niedergelassene Ärzte das gut umsetzen können, ohne dabei „drauf zu zahlen“.

Ich habe den Eindruck, dass es momentan weniger um Sachargumente geht als darum, dass die neue Kammerführung ein von der vorherigen Führung beschlossenes Projekt nicht weiterführen will. Die Kurie der niedergelassenen Ärzte möchte nun als nächsten Schritt eine Vereinbarung mit der Kasse außerhalb des DMP-Projekts treffen. Daraus ergeben sich eine unnötige Verzögerung und Verkomplizierung. Und sicher werden einige Kollegen sehr verwirrt sein. Die Verantwortung dafür trägt die neue Kammerführung.

Lesen Sie auch die Einführung ins Thema zu diesem Standpunkt: Neue Diskussion um Disease Management Programm Diabetes

Lesen Sie zu diesem Thema diese Standpunkte:

Von Anna Mayer, Bundesvorsitzende der Österreichischen Diabetikervereinigung (ÖDV): „Ärzte weisen viel zu wenig auf die Vorteile von "Therapie Aktiv" hin.

Von Dr. Raimund Weitgasser, Vizepräsident der Österreichischen Diabetesgesellschaft: „Analysen von "Therapie aktiv" zeigen Wichtigkeit des DMP

Von Dr. Christoph Reisner, Präsident der Niederösterreichischen Ärztekammer: „Viele Ärzte begrüßen den Ausstieg aus "Therapie Aktiv".

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben