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Foto: flickr/pizzodisevo / Ärzte-Woche-Montage
Eine Gesetzesliberalisierung brachte Apotheker auf den Geschmack: Immer mehr zieht es aufs Land, um in entlegenen Gemeinden oder zumindest in Dorfnähe eine Apotheke aufzumachen. Des einen Freud ist des anderen Leid: Die Ärztekammern rebellieren gegen dies
 
Gesundheitspolitik 10. November 2009

Schlecht verhandelt?

Die Ärztekammer muss sich den Vorwurf gefallen lassen, für ihre Hausapotheken-führenden Mitglieder zu wenig getan zu haben.

Das 2006 liberalisierte Niederlassungsrecht für Apotheken ist den Ärztekammern ein Dorn im Auge. Was sie mit ihren Appellen an die Öffentlichkeit tatsächlich erreichen wollen, bleibt allerdings fraglich. Illusorisch ist wohl, dass die Bevölkerung sich ein Beispiel an unseren Studenten nimmt und für die Hausapotheken vor dem Gesundheitsministerium demonstriert.

 

Kürzlich haben sich die Österreichische und die Niederösterreichische Ärztekammer wieder einmal an die Öffentlichkeit gewandt, um vor einer potenziellen Ausdünnung der ärztlichen Versorgung in ländlichen Gemeinden nach „Kampfgründungen“ von Apotheken zu warnen. „Die Kammeraktivitäten sind reine Alibiaktionen“, meint dazu ein Landarzt mit Hausapotheke. An einem beschlossenen Gesetz sei wohl nichts zu ändern. Er vermutet, dass die Ärztekammer nicht gut für ihre Mitglieder verhandelt hat. Nicht zuletzt deshalb, weil die Hausapotheker eine verschwindende Minderheit in der Ärzteschaft seien. Außerdem errege das Zusatzeinkommen durch Hausapotheken den Neid vieler Kollegen. Dass damit auch Mehrarbeit verbunden ist, sähen sie freilich nicht. Seite 24

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