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Foto: Privat
Mag. Friedrich Faulhammer, Leiter der der Hochschulsektion im Wissenschaftsministerium
 
Gesundheitspolitik 1. September 2009

Wer Arzt sein will, muss weiterhin sechs Jahre lang studieren.

Der Bologna-Prozess läuft ja bereits seit 1999 – in der aktuell beschlossenen Novelle des Universitätsgesetzes geht es um die Aufhebung des Verbots von zweiphasigen Studien für Medizin und das Lehramt. Auch andere Staaten, wie etwa die Niederlande, haben für das Medizinstudium die Zweiphasigkeit umgesetzt.

Es bleibt weiterhin sichergestellt, dass nur jemand, der mindestens sechs Jahre lang erfolgreich Medizin studiert hat, als Arzt tätig sein darf. Es stimmt: 2002 wurden neue Medizincurricula umgesetzt, aber es handelt es sich hier nicht um etwas, was einmal festgeschrieben wird, sondern um eine organische, sich ständig weiter entwickelnde Struktur. So wird sicher auch die nötige Neuregelung der Approbation Veränderungen für Aufbau und Inhalt des Medizinstudiums mit sich bringen.

Ein zweiphasiges Studium eröffnet den Universitäten neue Optionen, etwa durch die Kombination von medizinischen mit wirtschaftlichen oder technischen Inhalten. Inwieweit es hier für die Umsetzung zusätzliche Ressourcen braucht, ist Thema der alle drei Jahre erfolgenden Gespräche zur Mittelverteilung. Eine aktuelle Runde erfolgt dazu im September – hier geht es auch darum, zu sehen, welche Pläne die Universitäten konkret haben.

Das Bakkalaureat würde im Medizinstudium nicht mit einem akademischen Grad abschließen – diese Personen können also gar nicht in irgendeiner Form am Arbeitsmarkt auftauchen.

Lesen Sie auch die Einführung ins Thema zu diesem Standpunkt: Stufenschema beim Studium.

Lesen Sie zu diesem Thema diese Standpunkte:

Von Dr. Arthur Wechselberger, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer: Neue Studienstruktur wäre Ressourcenverschwendung.

Von Prof. Dr. Rudolf Mallinger, Vizerektor für Studium und Lehre an der Medizinischen Universität Wien: Bologna-Studienarchitektur würde mehr Möglichkeiten für die Medizin-Studierenden eröffnen.

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher, Ärzte Woche 36 /2009

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