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Gesundheitspolitik 12. August 2009

Auch an Med-Uni Innsbruck weniger Frauen-Erfolg

Auch an der Medizinischen Universität Innsbruck (MUI) werden im kommenden Studienjahr deutlich weniger Frauen einen Studienplatz erhalten als sich beworben haben: Wie aus dem am 12. August von der MUI veröffentlichten Ergebnis des Eignungstests Medizin Studium (EMS) hervorgeht, entfallen 175 (43,8 Prozent) der insgesamt 400 zur Verfügung stehenden Studienplätze auf Frauen.

Von den insgesamt 1.861 Kandidaten, die zum EMS antraten, waren 55,2 Prozent weiblich. Ähnliche Ergebnisse gab es heuer auch an den Medizin-Unis Wien und Graz: In Wien waren von den 3.409 Kandidaten, die sich Anfang Juli dem Test stellten, 56,3 Prozent Frauen, doch nur 43,5 Prozent erhalten tatsächlich einen Studienplatz. In Graz waren 57,9 Prozent der Bewerber weiblich, geschafft haben es aber nur 46,3 Prozent. In Innsbruck gehen 232 (58 Prozent) der 400 Studienplätze an Bewerber mit österreichischem Maturazeugnis, 120 Plätze (30 Prozent) an solche aus der EU. Und 48 Plätze (12 Prozent) werden von Studenten aus Nicht-EU-Staaten belegt.

Auch in Innsbruck ist man ratlos über die Gründe für die starke Geschlechterdiskrepanz beim Aufnahmetest. "Wir wissen nicht, woran es liegt", erklärte Vizerektor Manfred Dierich gegenüber der APA. Er vermutet die Gründe dafür in der Schulausbildung. Gemeinsam mit der Medizin-Uni Wien werde man versuchen, die Ursachen dafür herauszufinden. Im kommenden Jahr kann sich Dierich auch vorstellen, probeweise parallel zum EMS einen Test zur Messung der sozialen Kompetenz laufen zu lassen. Wenn das erfolgreich sei, könnte man sich überlegen, welche Gewichtung ein solcher Test im Aufnahmeverfahren zukommen soll.

apa.at

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