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Gesundheitspolitik 20. August 2009

Immer weniger Visiten

Patienten werden zunehmend mobiler.

Rund 342.000 Menschen suchen täglich die knapp 16.000 österreichischen Ordinationen mit den unterschiedlichsten medizinischen Problemen auf. Jeder dritte Hausarztpatient kommt dabei mehr als einmal im Monat in die Ordination. Laut einer Blitzumfrage der Österreichischen Ärztekammer in den Bundesländern vor dem Sommer werden im Jahr über 3,5 Millionen Hausbesuche durch die niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen durchgeführt. Tendenz: fallend. Ein selten gehörter Terminus in der Gesundheitspolitik! Was bedeutet dieser Trend für die Versorgungsqualität und wie wird sich der Alltag in den Ordinationen verändern, wenn künftig immer mehr Menschen direkt den Weg zum Arzt suchen?

Zwar sinkt die Zahl der Visiten, aber diese verändern sich immer stärker weg von „Feuerwehreinsätzen“ hin zu zentralen Bestandteilen einer langfristigen Begleitung und Betreuung vor allem von Menschen mit Pflegebedarf. Gefragt ist in diesem Feld die enge Kooperation mit den mobilen Diensten. Auch aktuelle Studien zeigen deutlich die Bedeutung der Hausbesuche, ebenso bei der Betreuung von Menschen mit chronischen Krankheiten. Damit kommen für den Arzt zunehmend koordinierende Aufgaben sowie die Begleitung von pflegenden Angehörigen dazu. Dies hat wiederum zunehmend Auswirkungen auf den Arbeitsalltag und die Abläufe in den Ordinationen.

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher, Ärzte Woche 30 /2009

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