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Gesundheitspolitik 27. Mai 2008

Pensionisten mit Zähnen und Klauen

Wenig Gefallen an der geplanten neuen Struktur des Hauptverbandes fanden Pensionistenvertreter in der vergangenen Woche.

„Die drei Millionen Arbeitnehmer und die 300.000 Dienstgeber sind durch ihre Vertreter im neuen Verwaltungsrat des Hauptverbandes mit Sitz und Stimme vertreten, nicht aber die 2,2 Millionen Pensionisten, die auch Beiträge zahlen“, kritisierte der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha. Sogar „mit Zähnen und Klauen“ will Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, bei der Schaffung der Hauptverbands-Holding dafür kämpfen, dass Seniorenvertreter weiterhin mit Sitz und Stimme in den Gremien vertreten seien. „Die größte Bevölkerungsgruppe zu reinen Adabeis zu degradieren stellt eine glatte Diskriminierung dar, die wir nicht einfach so hinnehmen werden“, donnerte Khol in seiner Rede anlässlich des Steirischen Seniorenlandeswandertages. Sozialminister Dr. Erwin Buchinger will sich eine Retouche der Hauptverbands-Umstrukturierung überlegen.
Zur Aut-idem-Regelung, die laut einer Gallup-Umfrage für die Tageszeitung Österreich von 72 Prozent der Österreicher abgelehnt wird (82 Prozent waren es in einer OGM-Umfrage für die ORF-Sendung Report), äußerten sich die Pensionistenvertreter nicht grundsätzlich negativ. Wichtig sei für Blecha „die gesetzlich verankerte Sonderstellung von chronisch Kranken“. Und Khol pochte auf die gleichzeitige Einführung des Arzneimittelsicherheitsgurts.

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