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Zahnheilkunde 25. Oktober 2007

Erfolgskampagne

Was Colgate vor fünf Jahren initiiert hat, ist heute nicht mehr wegzudenken. In einer österreichweiten Informationskampagne, die neben Colgate vom Gesundheitsministerium, von der Österreichischen Zahnärztekammer, der Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP) und erstmals auch der Uniqua getragen wird, werden alle Österreicher über die Bedeutung gesunder Zähne aufgeklärt.

Zahnvorsorge zeigt Wirkung

Bei der Zahngesundheit befindet sich Österreich am aufsteigenden Ast: Zwischen 1996 und 2005 konnte die Zahngesundheit in allen von der WHO definierten Altersgruppen (6-, 12- und 18-Jährige sowie 35–44-Jährige und 65–74-Jährige) verbessert werden. Die 12-Jährigen haben schon die Ziele der WHO für das Jahr 2020 erreicht mit höchstens 1,5 kariösen, gefüllten oder gezogenen Zähne pro Person. Damit konnte Österreich in dieser Altersgruppe zu den in der Zahngesundheit führenden skandinavischen Ländern aufrücken (Quelle: ÖBIG Zahnstatuserhebung 2006).

Allerdings ist das WHO-Ziel

für die 6-Jährigen – 80 Prozent sollen bis zum Jahr 2020 kariesfrei sein – in Österreich mit derzeit knapp 50 Prozent kariesfreien 6-Jährigen noch in weiter Ferne. Ebenfalls gefährdet sind die über 35-Jährigen: Laut einer deutschen Untersuchung aus dem Jahr 2006 leiden rund 50 Prozent dieser Altersgruppe unter Zahnfleischerkrankungen; rund 20 Prozent davon mit Zahnfleischtaschen über 5 mm. Nach Einschätzungen der ÖGP ist die Situation in Österreich sehr ähnlich. Bei der Pressekonferenz, die den medialen Auftakt zum Monat der Zahngesundheit bildete, umriss die Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky die von ihrem Ressort dazu definierten Grundlagen:
1. regelmäßiger Zahnarztbesuch
2. Durst mit Wasser stillen
3. Zahnpaste mit Fluorid verwenden
4. richtige Reinigung der Zahnzwischenräume
5. Süßes ja, aber richtig
„Kinder“, so Kdolsky, „können den richtigen Umgang mit Süßigkeiten lernen.“ Wer als Kleinkind viel Obst bekommt, wird auch später dazu greifen. Mit der Zahngesundheitserziehung in den Schulen ist die Ministerin zufrieden, schon jetzt wird viel geleistet, meint sie, das neue Projekt „Gesunde Schule“ soll auch die Zahngesundheit miteinbeziehen. Denn, so Kdolsky: „Lächeln ist noch immer die freundlichste Art dem Gegner die Zähne zu zeigen!“
Für Dr. Wolfgang Müller, Präsident der ÖGP, ist der richtige Weg einfach weg von der Reparaturmedizin hin zur Prophylaxe und er fordert gleichzeitig die rechtliche Verankerung der Prophylaxeassistentin. Müller: „Die Prophylaxe schafft auch Arbeitsplätze – eine Prophylaxeassistentin pro Ordination bedeutet rund 4.000 Arbeitsplätze in Österreich.“
„Wie wichtig die Mundgesundheit für unsere Gesamtgesundheit ist, können wir heute durch zahlreiche Studien internationaler Experten belegen. Durch richtige Prophylaxe kann man Zahnverlust und andere Erkrankungen vermeiden, die durch Bakterien im Mund begünstigt werden“, sagt Dr. Wolfgang Müller.

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