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Zahnheilkunde 5. Februar 2008

Ein Viertel der Betriebe vor dem Aus

Als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden Betriebe bezeichnet, die weniger als 250 Mitarbeiter und 50 Millionen Euro Umsatz haben, weswegen auch alle zahntechnischen Labors dieser Gruppe zuzurechnen sind. So hat ein österreichisches zahntechnisches Labor im Durchschnitt vier Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von knapp 200.000,– Euro.
Die über 300.000 KMUs stellen hierzulande 99,7 Prozent der gewerblichen Wirtschaft dar, haben im Schnitt eine Eigenkapitalquote von 21 Prozent und erzielen 2,5 Prozent Gewinn vor Steuern.
Allerdings verfügen mehr als 100.000 davon über kein Eigenkapital, 125.000 Unternehmen schreiben Verluste. Laut den jüngsten Auswertungen der KMUForschung Austria sind 22 Prozent der österreichischen KMUs in der wirtschaftlichen Todeszone und müssen über kurz oder lang auch ohne Insolvenzverfahren aus dem Markt ausscheiden. Die Inhaber oder Geschäftsführer dieser Firmen verdienen weniger als 2.000,– Euro brutto pro Monat. Meist sind es Kleinstbetriebe, die definitionsgemäß weniger als zehn Mitarbeiter haben und weniger als zwei Millionen Euro umsetzen. Problematisch sind dabei trotz vielfach guter Auftragslage die viel zu niedrigen Preise, da diese die Fixkosten nicht abdecken können.

Es bleibt so gut wie nichts übrig

Generell klagen Österreichs Handwerker und Gewerbebetriebe über immer weniger finanziellen Spielraum. Die hohe Inflation saugt die Vorsteuergewinne von durchschnittlich zwei bis drei Prozent auf, sagt Georg Toifl, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, nach Steuern bleibt wenig bis nichts über. Neue Kostenbrocken sind höhere Energiepreise und gestiegene Krankenkassenbeiträge. Vor allem hat sich jedoch das Fremdkapital stark verteuert – innerhalb von 17 Monaten um 72 Prozent. Eine besondere Hürde für Klein und Mittelbetriebe ist außerdem „Basel II“ (gilt seit 1.1.2007 für alle EUMitglieder) geworden, da der Aufwand, um einen ordentlichen Zinssatz zu erhalten, immer größer geworden ist.

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