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Zahnheilkunde 25. Oktober 2007

Vorreiter in Sachen Fortbildung

Wie bereits berichtet, arbeitete die Landesinnung Oberösterreich, speziell der Arbeitskreis Fortbildung unter der Leitung von Franz Mayrhauser schon vor längerem eine Art freiwillige Selbstverpflichtung zur laufenden Fortbildung aus. Dabei wurde ein einfaches Regelwerk geschaffen, in dem auch alle zahntechnischen Weiterbildungsmaßnahmen erfasst sind. Wer in den letzten zwölf Monaten zumindest 20 Fortbildungseinheiten nachweisen kann, der soll ein Fortbildungsdiplom samt Plakette erhalten, um auch seinen Kunden gegenüber nachweisen zu können, dass er „up to date“ ist.

Neues Konzept für Fortbildung erfolgreich angenommen

Der oberösterreichische Landesinnungsmeister Franz Reisinger erklärt dazu: „Natürlich bemüht sich die Landesinnung auch um die Fortbildung der Mitgliedsbetriebe. Bisher hat Oberösterreich wie alle anderen Bundesländer auch diverse Vorträge und Kurse angeboten, allerdings mit wechselndem Erfolg. Kein Wunder angesichts der Fülle an Weiterbildungsangeboten, die inzwischen sogar über das Internet möglich sind. Wir waren daher auf der Suche nach etwas Neuem, das ständigen Anreiz auf Fortbildung bietet und alles integriert. Vor einem Jahr wurde dieses Konzept vorgestellt und offiziell gestartet. Wir waren wirklich gespannt, wie es aufgenommen wird.“
Die Erfahrung in anderen Branchen, etwa bei den Optikern, hat gezeigt, dass sich ein derartiges System, das noch dazu auf freiwilliger Basis läuft, nur langsam etabliert. Üblicherweise braucht es mehrere Jahre, bis die Schallmauer von 25 Prozent der daran teilnehmenden Mitgliedsbetriebe durchbrochen werden kann. Erst dann bekommt diese Maßnahme eine Eigendynamik und wird zum Selbstläufer.
Umso erstaunlicher ist es, dass die oberösterreichischen Zahntechniker bereits im ersten Jahr diese Hürde genommen haben. Das zeigt, dass in der Zahntechnik Fortbildung ernst genommen
wird, es zeigt aber auch, dass der Arbeitskreis bei der Erarbeitung der Rahmenbedingungen und die Landesinnung bei der Information darüber ganze Arbeit geleistet hat.
Die Landesinnung möchte diese Fortbildungsmaßnahme jedoch nicht für sich behalten. Laut Innungsmeister Reisinger sind alle herzlich eingeladen, dieses erfolgreiche und praxiserprobte System zu übernehmen. Oberösterreich ist damit wieder einmal zum Vorreiter geworden, diesmal in Sachen Fortbildung.

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