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Zahnheilkunde 28. Februar 2007

Auszüge des neuen Zahnärztegesetzes (Teil 2)

§ 11 Zahnärzteliste
Die Österreichische Zahnärztekammer hat in Zusammenarbeit mit den Landeszahnärztekammern die Anmeldungen für die Ausübung des zahnärztlichen Berufs entgegenzunehmen und eine Liste der zur Berufsausübung berechtigten Angehörigen des zahnärztlichen Berufs (Zahnärzteliste) zu führen. Die Zahnärzteliste hat folgende Daten zu enthalten: Eintragungsnummer; Vor- und Zunamen, gegebenenfalls Geburtsname; Geburtsdatum und Geburtsort; Staatsangehörigkeit; Nachweis
der abgeschlossenen zahnmedizinischen Hochschulausbildung; Hauptwohnsitz bzw. gewöhnlicher Aufenthalt; Zustelladresse; Berufssitze, Dienstorte oder bei Wohnsitzzahnärzten Wohnsitz einschließlich der beabsichtigten Tätigkeit; Ordinationstelefonnummer und E-Mail-Adresse; Beginn und Ende der zahnärztlichen Tätigkeit; Berufs- und Ausbildungsbezeichnungen; Amtstitel, verliehene Titel und ausländische Titel und Würden samt Nachweis der Berechtigung zu deren Führung; auf die gegenwärtige zahnärztliche Verwendung hinweisende Zusätze; von der Österreichischen Zahnärztekammer verliehene oder anerkannte Diplome über die erfolgreiche Absolvierung einer fachlichen Fort- oder Weiterbildung; Verträge mit Sozialversicherungsträgern und Krankenfürsorgeanstalten; Einstellung, Unterbrechung, Entziehung, Untersagung, Einschränkung und Wiederaufnahme der Berufsausübung; Eröffnung, Erweiterung und Schließung von Gruppenpraxen sowie Beginn und Ende der Beteiligung an einer solchen; Beginn und Ende einer zahnärztlichen Nebentätigkeit.
Jeder ist berechtigt, in den öffentlichen Teil der Zahnärzteliste Einsicht zu nehmen sowie gegen Kostenersatz Kopien zu erhalten. Angehörige des zahnärztlichen Berufs können darüber hinaus zahnmedizinische Tätigkeitsbereiche, sonstige die Berufsausübung betreffende besondere Kenntnisse und Fertigkeiten sowie über die Ordinationstelefonnummer hinausgehende Kommunikationseinrichtungen in die Zahnärzteliste eintragen lassen. Diese Daten dürfen bei Auskünften aus der Zahnärzteliste bekannt gegeben sowie in Zahnärzteverzeichnissen veröffentlicht werden.
Die in der Zahnärzteliste enthaltenen Daten sind einerseits jene Daten, die im Zusammenhang mit der Ausübung des zahnärztlichen Berufs stehen, wobei jene Daten öffentlich sind, die auch für Personen bzw. Einrichtungen außerhalb der Standesvertretung von Interesse sind, und andererseits jene Daten, die für die Standesvertretung zur Wahrung der beruflichen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen der Kammermitglieder erforderlich sind. Das Gesetz stellt auch klar, dass neben weiteren Kommunikationseinrichtungen auch die Möglichkeit besteht, Schwerpunkte der beruflichen Tätigkeit wie Kieferorthopädie, Behandlung von Kindern etc. sowie besondere Kenntnisse und Fertigkeiten wie beispielsweise Sprachkenntnisse in die Zahnärzteliste eintragen zu lassen und damit der Veröffentlichung in Zahnärzteverzeichnissen zugänglich zu machen.
§ 15 Zahnärzteausweis
Die Österreichische Zahnärztekammer hat Angehörigen des zahnärztlichen Berufs, die in die Zahnärzteliste eingetragen sind, einen mit ihrem Lichtbild versehenen Berufsausweis (Zahnärzteausweis) auszustellen. Der Zahnärzteausweis hat insbesondere den bzw. die akademischen Grad bzw. Grade, den bzw. die Vor- und Zunamen, das Geschlecht, das Geburtsdatum und den Geburtsort, die Staatsangehörigkeit, das Bild, die Unterschrift und die Eintragungsnummer des/der Berufsangehörigen sowie das Datum der Ausstellung des Ausweises zu enthalten.

Um die neuen Zahnärzteausweise mit der Qualität von amtlichen Lichtbildausweisen auszustatten, werden in Zahnärzteausweisen nunmehr auch Inhalte betreffend die Identität des/der Ausweisinhabers/-in von Personalausweisen übernommen. Nähere Bestimmungen über den Zahnärzteausweis hat die Österreichische Zahnärztekammer durch eine Verordnung zu erlassen.

Mag. E. Kotschy, Zahnarzt 3/2007

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