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Zahnheilkunde 30. Oktober 2006

Professioneller Internetauftritt

Die Zahl der Internetuser steigt ständig. 2004 war rund jeder zweite Haushalt in Österreich mit einer Internetverbindung ausgestattet – Tendenz steigend. „Das Internet ist mittlerweile Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Es hat sich zu einem wichtigen Informationsmedium entwickelt. Der mündige Patient sucht immer mehr nach Informationen in Sachen Gesundheit und Aufklärung über medizinische Themen. Über die Hälfte der Internetuser informiert sich vor der Inanspruchnahme einer Dienstleistung im Internet über Angebot und Dienstleister“, erklärt Andrea Fröhlich, Marketingmanagerin und Geschäftsführerin der media genic Gmbh, einer Full-Service-Agentur für Marketing und Werbung.

Neue Kunden gewinnen

Auch Zahnarztordinationen sind Unternehmen. Sie sollten ihre Internetpräsenz nicht nur als Kommunikationsmöglichkeit sehen, sondern auch als eine neue Möglichkeit, weitere Kunden zu gewinnen und damit Umsatz und Gewinn zu steigern. Die Werberichtlinien für Ärzte, die derzeit bis zur Erlassung eigener Werberichtlinien durch die Österreichische Zahnärztekammer auch für Zahnärzte gelten, wurden vor etwa zwei Jahren deutlich gelockert. Allerdings bleiben die Verpflichtung zu wahrheitsgemäßen Angaben und das Verbot „marktschreierischer“ Werbung. Erlaubt sind etwa Recall-Systeme wie Einladungen zur halbjährlichen Kontrolluntersuchung und die Information über die Tätigkeitsgebiete, die aufgrund von Aus- und Weiterbildung beherrscht werden.
Fröhlich: „Seine Stärken hervorheben, ein wiedererkennbares Profil als Unternehmen schaffen, welches sich von der Masse des Mitbewerbes differenziert, ist das Ziel. Eine Identität, die Vertrauen schafft. Vertrauen in das Unternehmen und seine Dienstleistungen.“ Und das ist auch ohne „Marktschreierei“ möglich.

Informationsplattform

Grundlegende Informationen über Krankheiten und Behandlungsmethoden sind für die Patienten ebenso interessant wie Erklärungen, warum bestimmte Materialien oder Techniken vom behandelnden Zahnarzt bevorzugt werden. Eine professionelle Aufarbeitung des Designs, der Struktur, der Texte und der Technik hinter der Website garantieren die „Usability“, also die leichte Bedienung und die Verständlichkeit. Ei-ne Investition, die sich auszahlt.
Fröhlich führt einige Punkte an, die bei der Planung der Website wichtig sind: „Denken Sie an den Patienten: Er muss die Seite als nützlich und informativ betrachten.“ Die Vorstellung der Belegschaft mag zwar Sympathie bringen, aber sie ist kein entscheidendes Kriterium. Informationen über den Aufbau des Zahnapparates kann da schon mehr bringen, besonders aber Informationen über die Behandlungsmethoden mit all ihren Vor- und Nachteilen.
Gerade aktuelle Themen und Techniken, die möglicherweise auch in den Laienmedien aufbereitet werden, sind naturgemäß besonders häufig gesucht. Aber wer auf Aktualität achten will, darf den Arbeitsaufwand nicht unterschätzen, der mit regelmäßigen Aktualisierungen verbunden ist.
Sympathie beruht – ganz besonders bei Zahnärzten, vor denen sich viele Patienten fürchten – auf Vertrauen. Ausführliche und ehrliche Informationen helfen auch hier dieses Vertrauen aufzubauen. „Fühlt sich der Patient auf der Webseite wohl und gut beraten, steigt sein Vertrauen. Dieses Gefühl nimmt er auch mit in das Unternehmen“, erläutert Fröhlich.

Richtlinie „Arzt und Öffentlichkeit“: PDF-Download oder Homepage ansehen
media genic ges.m.b.h

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