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Zahnheilkunde 18. Mai 2006

Viel Zeit für die e-card

Viel besser als befürchtet, funk­tioniert das e-card-System. Allerdings: Der zeitliche Aufwand für die Abwicklung einer e-card-Konsultation eines Patienten – auch „Behandlungsfall durchführen“ genannt – ist nicht unerheblich:
1) Stecken der e-card
2) Auf „Weiter“ klicken
3) Auswählen des KV-Trägers und des Behandlungsfalls
4) Auf „Speichern“ klicken
5) Daten des Patienten aus dem e-card-System in das eigene System übernehmen
6) Noch mal auf „OK“ klicken.

Insgesamt also sehr viele Interaktionen, zwischen denen man je nach Auslastung des Systems oft auch noch einige Zeit warten muss.Das e-card-System bietet eine hoch entwickelte Softwareschnittstelle, die den Herstellern von Praxissoftware ermöglicht, fast alle Funktionen des e-card-Systems quasi fernzusteuern. Alle Aktionen, die der Benutzer über den an der Gina angeschlossenen Bildschirm beziehungsweise mit seinem Internet-Browser durchführt, kann damit auch eine Software übernehmen. Das hat dazu geführt, dass fast alle Hersteller von Praxissoftware in irgendeiner Form ein „e-card-Modul“ anbieten. Meistens erspart man sich dabei aber nur den eigenen Bildschirm, den Umschalter für die Gina oder den Internet-Browser, da man obige Interaktion jetzt halt in der Praxissoftware durchführt.

WinDent® übernimmt gesamte Kommunikation

Da diese Schnittstelle auch nur Systemen zur Verfügung steht, die für moderne Plattformen wie z. B. Windows XP entwickelt wurden, müssen sich alte DOS-Programme mit Umgehungen, wie e-card-Connectoren oder Ähnlichem, behelfen. Dass dies aber auch wesentlich eleganter geht, zeigt die Firma HPL Software mit ihrer Dentalsoftware WinDent®. Diese hat eine Schnittstelle zum e-card-System implementiert, die insgesamt vier Stufen der Integration bietet: von „völlig ignorieren“ über „nur e-card lesen“ bis zur „Vollautomatik“. Letztere reduziert den oben angeführten Zeitaufwand für eine Konsultation auf das absolute Minimum: 1) Stecken der e-card – nicht einmal auf „Weiter“ muss man mehr klicken. WinDent® erkennt, dass eine e-card gesteckt wurde und übernimmt die gesamte weitere Kommunikation. Die Daten des Patienten und seines Versicherten werden automatisch in die WinDent®-Datenbank übernommen und alle eingegebenen Leistungen in der Folge mit der richtigen Krankenkasse abgerechnet. Konsultationen mit der e-card oder anderen Behandlungsfällen sind ebenfalls möglich. Natürlich muss auch WinDent® warten, wenn das e-card-System sehr belastet ist. Da diese Kommunikation aber alleine abläuft, kann man sich in der Zwischenzeit bereits um den Patienten kümmern. Voraussetzung für so eine Software-Schnittstelle ist eine Netzwerkverbindung zwischen Praxissystem und Gina. Einige Ärzte scheuen diese Verbindung, da sie befürchten, damit den Betreibern des e-card-Systems einen Zugriff auf ihre Daten zu ermöglichen. Davon einmal abgesehen, dass moderne Datenbanken wie z. B. WinDent® durch ein Kennwort vor unbefugtem Zugriff geschützt sind, kann man sehr einfach mit einer Firewall das eigene Netz komplett von Gina trennen.

http://www.windent.at

 e-Card Zeitaufwand

Die e-card-Optionen der WinDent Dentalsoftware mit aktivierter Vollautomatik.

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