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Zahnheilkunde
30. Jänner 2006
Herkömmliches Bleaching ist gefährlichLaser ermöglicht weiße Zähne ohne Verletzung der Zahnoberfläche Wien/Barcelona. Weiße Zähne ohne Zahnschäden ermöglicht der Einsatz eines speziellen Laserverfahrens. Eine Behandlungsmethode, die unter der Federführung von Laserforschern aus Wien entwickelt wurde und deren bemerkenswerte Resultate von 19. bis 21. Mai 2005 beim internationalen Kongress für Laserforschung in der Zahnmedizin in Barcelona der Fachwelt präsentiert wurden. Strahlend schöne weiße Zähne werden immer mehr zum Schönheitsideal, dem gerade junge Menschen und zu einem guten Teil auch Teenager nacheifern. Egal, ob durch Selbstanwendung von Bleichmitteln oder Bleichen beim Zahnarzt – durch die herkömmlichen Aufhellungsmethoden wird die Zahnoberfläche verätzt sowie die Zahnsubstanz entmineralisiert. Weiterer unerwünschter Nebeneffekt – diese einmal behandelten Zähne verfärben sich nach der Behandlung rascher als vorher. Verätzung des Zahnschmelzes Alle derzeit angebotenen Bleachingverfahren, also alle mittels Bleichmitteln durchgeführten Zahnaufhellungen, schädigen den Zahnschmelz massiv. Wir raten unseren Patienten daher zu großer Vorsicht – so fasst Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz von der Wiener Universitätszahnklinik und Präsident der Europäischen Gesellschaft für Laserforschung in der Zahnmedizin (ESOLA) die Ergebnisse zahlreicher groß angelegter, aktueller Studien zum Thema Zahnaufhellungen mittels Bleichmittels zusammen. Laser schonender für Zähne Um einiges teurer, nämlich um 500,– bis 1.000,– Euro pro Kiefer, ist die Zahnaufhellung mittels Laser. Der große Vorteil dieses neu entwickelten Verfahrens: keine Schädigung der Zahnsubstanz. Perfektioniert wurde das Zahnaufhellen mittels eines speziellen Hard-Laser-Gerätes von österreichischen Laserforschern unter der Leitung von Prof. DDr. Andreas Moritz in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Johann Wernisch von der Technischen Universität Wien. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die zur Bleichreaktion nötige Aktivierung der Sauerstoffradikale schlagartig durch die zugeführte Laserenergie erfolgt und damit sozusagen ein Bleaching im „Zeitraffer“ möglich ist. Die lange, schädigende Einwirkzeit des Bleachinggels entfällt. Die Methode ist unter den Laserspezialisten bereits erprobt und wird routinemäßig durchgeführt. Interessierte Patienten finden Informationen darüber auf der Website der Europäischen Gesellschaft für orale Laserapplikation (www.esola.at) unter „Patienteninformation“. Bewährt hat sich dieses Laserverfahren auch bei Zahnverfärbungen, welche im Bleachingverfahren nicht aufgehellt werden konnten. Denn die Ursachen für Zahnverfärbungen sind mannigfaltig: In den meisten Fällen führt starkes Rauchen sowie massiver Kaffee-, Tee-, Cola oder Rotweingenuss zu Farbeinschlüssen in den Zähnen. Verfärbte Zähne können aber auch durch Bluteinschlüsse aufgrund von Unfällen, durch Stoffwechselerkrankungen oder Medikamenteneinnahme (tetrazyklinhältige Antibiotika) entstehen. Gerade bei Zahnverfärbungen aufgrund von Medikamenten versprach Bleaching bisher kaum Verbesserungen. Das neue Laserverfahren erwies sich aber in der Mehrheit der Fälle als wirksam. Derzeit wird Zahnaufhellen mittels Laser allerdings erst von etwa 50 Zahnärzten österreichweit und somit von nur rund einem Prozent aller österreichischen Zahnärzte angeboten. Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Nicht nur zahlreiche führende Universitäten und Forscher aus Europa sind Mitglied bei der ESOLA, auch zahlreiche Universitäten und Forscherteams aus Amerika, Australien, Japan, dem Iran oder Israel arbeiten seit einigen Jahren an der unter der Leitung eines Österreichers stehenden Vereinigung mit. © 2005 Springer-Verlag GmbH, Impressum
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