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© Marius Höfinger
MR DDr. Hannes Gruber Präsident der LZÄK für Niederösterreich
 
Zahnheilkunde 29. Februar 2016

Ausbaustopp in Ambulatorien

Einigung zwischen Zahnärztekammer für Niederösterreich und Gebietskrankenkasse.

In den niederösterreichischen Zahnambulatorien werden keine neuen Behandlungseinheiten angeboten.

„Es wird in den nächsten zehn Jahren keine neuen Behandlungsstühle in den Ambulatorien der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse geben!“, verlautbarte MR DDr. Hannes Gruber, Präsident der Landes Zahnärztekammer für NÖ, kürzlich.

Auf diese Nachricht für Niederösterreichs Zahnärzteschaft haben Gruber und sein Team lange hingearbeitet; nun konnte eine substanzielle und nachhaltige Einigung erzielt werden.

Jahrelang Unstimmigkeiten

Zur Vorgeschichte: Seit etwa zehn Jahren gibt es Unstimmigkeiten zwischen der Zahnärzteschaft auf der einen Seite und den Krankenkassen als Betreibern der Zahnambulatorien auf der anderen Seite in ganz Österreich. Im Raum standen Befürchtungen, dass zusätzliche Behandlungseinheiten, deren Zahl österreichweit über die Jahre in den Ambulatorien der Krankenkassen kontinuierlich stieg, nicht nur für Prophylaxe-Behandlungen zum Einsatz kommen würden, sondern zunehmend auch für die Durchführung von Privatleistungen in großem Stil. Die Kammer führte in dieser Sache über die Jahre hinweg zahlreiche Verfahren gegen die NÖGKK, die sie größtenteils auch gewinnen konnte.

Nun kommt Bewegung in die Sache: „Wir konnten in langwierigen Verhandlungen erreichen, dass die derzeit bestehende Anzahl von 32 Zahnbehandlungsstühle in den Zahnambulatorien der NÖGKK in Niederösterreich im Lauf der nächsten zehn Jahre nicht ausgeweitet wird“, erläutert MR DDr. Gruber. Die Einigung sieht er auch als standespolitischen Erfolg für die Mitglieder Niederösterreichs, die darauf pochten, dass es zu keiner Steigerung der Zahnarztstühle in den Ambulatorien kommen sollte.

Wichtige Einigung

In den Zahnambulatorien in Amstetten, Baden, Gmünd, Krems, Mistelbach, Mödling, Neunkirchen, Schwechat, St. Pölten und Tulln werden in den nächsten zehn Jahren keine neuen Zahnarztstühle installiert.

Möglich sei dieser Erfolg dank der konstruktiven Mitarbeit aller Beteiligten gewesen, eine Vorbildwirkung schließt Gruber nicht aus. „Natürlich hoffen wir, dass wir mit dieser Einigung ein Signal für weitere Verhandlungen in ganz Österreich gesetzt haben“, resümiert Gruber.

LZÄK Niederösterreich, Zahnarzt 3/2016

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