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Zahnheilkunde 4. Februar 2016

Plasma-Jet gegen den Biofilm

Greifswalder Forscher für neue Methode zur Entfernung des dentalen Plaque von Titanoberflächen ausgezeichnet.

Der Implantatforschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie ging an Dr. Kathrin Duske und Lukasz Jablonowski von der Universitätsmedizin Greifswald.

Die Wissenschaftler erhalten den Preis für ihre Publikation, die in diesem Jahr in der renommierten Fachzeitschrift „Biomaterials“ erschienen ist.* Gegenstand dieser Arbeit war die Erforschung der rückstandslosen Entfernung eines dentalen Bakterien-Biofilms (Plaque) von rauen Titanoberflächen von zahnärztlichen Implantaten, um eine optimale Entwicklung von Knochenzellen zu ermöglichen. Neben einer Bürste, wie sie in Praxis Verwendung findet, kam ein physikalisches Plasma zur Anwendung.

Potenzial der Plasmamedizin

Der Plasma-Jet wurde vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP Greifswald) entwickelt. Dieses noch junge Fachgebiet der Plasmamedizin bietet vielversprechende Ansätze: So konnte die beste Reinigung der Titanoberfläche durch eine kombinierte Anwendung des Bürstchens und des Plasma-Jets erzielt werden. Nachfolgend aufgebrachte Knochenzellen konnten sich optimal aufbauen, während Zellen auf der nur mit der Bürste oder dem Plasma gereinigten Oberflächen früher oder später von den verbliebenen Bakterien überwachsen wurden.

Diese grundlegenden Erkenntnisse dienen der Entwicklung neuer Heilungsmethoden bei der Periimplantitis, die nach wie vor nicht mit sicherem Erfolg durchgeführt werden kann.

* Originalstudie:

Kathrin Duske, Lukasz Jablonowski et al: Cold atmospheric plasma in combination with mechanical treatment improves osteoblast growth on biofilm covered titanium discs, in Biomaterials, Volume 52, Issue null, Pages 327-334

Uniklinik Greifswald, Zahnarzt 1/2/2016

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