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Zahnheilkunde 17. August 2005

Kärntens Kindergärten bald kariesfrei

Klagenfurt (OTS) – Im Oktober 2003 gaben das Land Kärnten und die Kärntner GKK ein Zahnkariesprophylaxe-Pilotprojekt für die öffentlichen und privaten Kindergärten in den Bezirken Spittal/Drau und Völkermarkt in Auftrag. Die anderen Sozialversicherungsträger Kärntens beteiligen sich auch finanziell an diesem Projekt. Das Vorsorgemodell wird vom Verein für prophylaktische Gesundheitsarbeit (PGA) durchgeführt. Das Ziel, eine flächendeckende Betreuung der Kindergärten in diesen Pilotbezirken zu erreichen, wurde nahezu 100-prozentig erreicht.

Erfolgreiche Aufklärungskampagne

In 69 Kindergärten wurden rund 2.600 Kinder betreut und zahlreiche Elternabende abgehalten, um auch die Eltern in das Thema Zahngesundheitsförderung einzubeziehen, freuen sich Obmann Helmut Pansi und Direktor Mag. Alfred Wurzer und sehen in den zahlreichen positiven Reaktionen aus den Kindergärten die Notwendigkeit des Zahngesundheitsförderungsprogrammes als Teil der Gesundheitsvorsorge bei Kindern bestätigt. Auch aus dem Evaluationsbericht des Österreichischen Bundesinstitutes für Gesundheitswesen geht eindeutig hervor, dass das Projekt und seine inhaltliche Umsetzung in den beiden Pilotregionen erfolgreich durchgeführt wurden. Sowohl Inhalt als auch Organisation wurden von allen Beteiligten positiv beurteilt. Derzeit werden alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um die flächendeckende Ausweitung des Programmes auf ganz Kärnten so rasch wie möglich durchzuführen, versichern die Auftraggeber Direktor Mag. Alfred Wurzer und Gesundheitsreferent Dr. Peter Ambrozy.

Qualitätskriterien

Für die Kärntner GKK und die übrigen Sozialversicherungsträger Kärntens, die sich auch finanziell an diesem Projekt beteiligen, war und ist die Einhaltung der vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger vorgegebenen Qualitätskriterien (Einsatz von qualifizierten Zahngesundheitserzieherinnen, qualitative Aus- und Weiterbildung der Zahngesundheitserzieherinnen, externe Evaluierung für eine österreichweite Vergleichbarkeit, Maßnahmen der Gruppenprophylaxe wie z. B. richtiges Zähneputzen, Ernährungsberatung, Hinführen zu regelmäßiger Kontrolle, rechtzeitige Kariestherapie, Information und Aufklärung der Eltern) und Mindeststandards (qualifizierte Zahngesundheitserzieherinnen besuchen Kindergärten und Schulen mindestens zweimal jährlich) unumgänglich. Das Land Kärnten hat sich aus Gründen der Qualitätssicherung den o. a. Qualitätskriterien und Mindeststandards inhaltlich angeschlossen und diese ebenfalls als inhaltliche Prämissen definiert. Eine zahnärztliche Begleitung rundet das Projekt optimal ab, so Chefzahnarzt Prim. Dr. Dieter Semmelrock, der der medizinischen Projektleitung unterstützend zur Seite steht. „Es geht um die Gesundheit der Zähne der Kinder. Wenn man eine flächendeckende Versorgung anstrebt, deren Erfolg erst nach zehn bis 15 Jahren messbar ist, muss die Qualität gesichert und finanzierbar sein!“, so die beiden Auftraggeber KGKK-Direktor Mag. Alfred Wurzer und Gesundheitsreferent Dr. Peter Ambrozy, die der Erreichung der WHO-Ziele (bis 2020 sollen mindestens 80 % der 6-jährigen Kinder kariesfrei sein und 12-Jährige durchschnittlich maximal 1,5 kariöse, extrahierte oder gefüllte Zähne haben) sehr zuversichtlich entgegensehen.

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