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Zahnheilkunde 29. Mai 2015

Zähneputzen beugt vor!

Meta-Analyse belegt eindeutig: Gute Mundhygiene ist auch Parodontitis-Prophylaxe.

Dass eine sorgfältig durchgeführte Mundhygiene der Karies-Vorbeugung dient, ist längst erwiesen. In Bezug auf Parodontitis lieferten Studien bislang widersprüchliche Ergebnisse; nun wurde auch hier der Nutzen des regelmäßigen Zähneputzens nachgewiesen.

Geringere Häufigkeit des Zähneputzens ist ein Risikofaktor für die Entwicklung von Parodontitis/alveolären Knochenverlust und mit einem um ca. 50% erhöhten Risiko der Krankheitsentstehung verbunden. Zu dieser Schlussfolgerung gelangte ein Forscherteam der Universität Heidelberg nach systematische Literatursuche und Meta-Analyse zum Zusammenhang zwischen der Zahnputzfrequenz und dem Auftreten von Parodontitis.

Publikationen aus 9 Datenbanken

Dabei wurden Publikationen aus neun verschiedenen Datenbanken unabhängig voneinander durchsucht. Studien, die einen Zusammenhang zwischen Parodontitis oder Schwund von Kieferknochensubstanz und der Zahnputzhäufigkeit als Maß für die Mundhygiene beschrieben, oder aus denen sich ein entsprechender Zusammenhang ableiten ließ, wurden in die Analyse einbezogen. Die Datenbanksuche ergab 2063 mögliche Publikationen, von denen nach Elimination von Duplikaten und Prüfung der Ein- und Ausschlusskriterien anhand der Kurzzusammenfassungen 42 Publikationen im Volltext überprüft wurden.

14 von ihnen wurden nach endgültiger Prüfung in die Meta-Analyse aufgenommen. Die Datenbanksuche ergab 2063 mögliche Publikationen. Einschlusskriterien bei der Meta-Analyse waren: Analytisch epidemiologische Studien mit Angaben von Odds Ratio (OR) zur Mundhygiene und Parodontitis bzw. Daten, die die Berechnung des OR erlauben. Von den gesamten Publikationen wurden 14 nach endgültiger Prüfung in die Meta-Analyse aufgenommen.

Die Analyse zeigte ein signifikant erhöhtes Risiko bei geringer Häufigkeit des Zähneputzens. Interessant daran war auch, dass im Endeffekt nur wenige epidemiologische Studien vorliegen, die den Einschlusskriterien genügten und große (qualitative) Unterschiede der Studien die Vergleichbarkeit erschweren.

Originalpublikation: Zimmerman h. et al.: Is frequency of tooth brushing a risk factor for periodontitis? A systematic review and meta-analysis. in Community Dent Oral Epidemiol. 2015 Apr;43(2):116-27.

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