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Der Laser ist zu einem fixen Bestandteil der Medizin geworden
 
Zahnheilkunde 26. März 2015

MKG-Chirurgie: Bedeutung des Lasers wächst ständig

Das moderne MKG-chirurgische Behandlungskonzept kombiniert heutzutage Skalpell und Laser.

Die unterschiedlichen hochmodernen Lasertypen bieten dem erfahrenen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen häufig eine feinere, subtilere und gewebeschonendere Vorgehensweise als per Skalpell oder Präparierschere.

Mit dem Begriff „Lasermedizin“ verbinden viele Patienten sehr positive Erwartungen: In der ästhetischen Gesichtschirurgie gilt die Laserbehandlung im Vergleich zur invasiven Chirurgie mit ihren bekannten OP-Risiken als eher nichtinvasiv und damit sanft und schonend.

Hightech in der MKG-Chirurgie

Der Erkenntnisstand erneuert sich stetig. „Die Ergänzung von Skalpell und Laser durch weitere Instrumente, allen voran der ästhetischen Plasmamedizin1, ist bereits absehbar“, sagt Prof. Dr. Dr. Hans-Robert Metelmann (Universitätsmedizin Greifswald) auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) vom 14. - 16. November in München. Die heutigen Hightech Gerätschaften und Verfahren der modernen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ermöglichen Eingriffe, wie sie noch vor Jahren unvorstellbar waren. Dabei ist die Technik ein wesentlicher Aspekt zum guten Gelingen. Darüber hinaus muss der versierte MKG-Chirurg eine Vielzahl weiterer Parameter mit ins Behandlungskonzept einfließen lassen. Dies gilt insbesondere für die ästhetische Gesichtschirurgie, die sich nicht auf eine dringliche medizinische Indikation stützt und damit entsprechend allumfassend vorbereitet werden kann.

Prozessorientiertes Qualitätsmanagement

Dazu gehören unter anderem die sorgfältige Auswahl für das jeweilige Verfahren geeigneter Patienten, ein Hygienekonzept ohne Risikotoleranz und ein prozessorientiertes Qualitätsmanagement durch strukturierte ärztliche Weiterbildung. „Auch wenn ästhetische Chirurgen ihr Tun oft als ärztliche Kunst bezeichnen, muss es doch den Ansprüchen an eine Heilkunde - Kunde als niedrigste Stufe der Wissenschaften - Stand halten können. Die Frage lautet: Wie viel Wissenschaft steckt in der ästhetischen Medizin? Das ist deshalb wichtig, weil die Entscheidung für Laser oder Skalpell in der Hand des MKG-Chirurgen auf wissenschaftliche Grundlagen gestellt werden muss“, fordert Prof. Metelmann von der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, der richtungsweisend das erste Lehrbuch der MKG-Chirurgie zu diesem Themenkomplex verfasst hat.2

Pro Laser: Der individuelle Benefit entscheidet

Neben wissenschaftlichen Aspekten gewinnt die Nutzenabwägung immer mehr an Bedeutung: der individuelle Benefit für den einzelnen Patienten im Verhältnis zu den Risiken und Belastungen und auch der Blick auf den wirtschaftlichen Aufwand für den Einzelnen, sprich Patienten bei rein ästhetisch motivierten Operationen: Eine Laseranwendung ist bei vielen Eingriffen in der ästhetischen Gesichtschirurgie mit weniger Kosten, Risiken und auch weniger schweren Komplikationsmöglichkeiten verbunden als eine konventionelle Operation. Das Spektrum ist breit und reicht heute unter anderem von Facial Rejuvination (spezielle Gesichtsverjüngungskonzepte), Blepharoplastik (Lidkorrekturen) und Laserlipolyse (eine besonders schonende Methode der Fettabsaugung speziell auch kleinerer Areale, im Gesicht u. a. im Einsatz gegen „Hamsterbäckchen“) bis zur Entfernung von Falten, Narben, Keloiden, (bösartigen) Tumoren und sonstigen Haut- und Gewebeveränderungen.

1 Plasma = elektrisch leitfähiges Gas, bestehend aus positiven und negativen Ionen, Elektronen und angeregten und neutralen Atomen und Molekülen

2 Lasermedizin in der Ästhetischen Chirurgie, Hrsg. Hans-Robert Metelmann & Stefan Hammes, Springer Heidelberg 2014

Quelle:

Presseaussendung der Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

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