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© Still aus dem Film „ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN ...“, Christina Lammer & Manfred Frey, 2014
 
Zahnheilkunde 2. Februar 2015

Kindern ein Lächeln schenken

Die Aktivierung der gelähmten Gesichtsmuskulatur bei Kindern stand im Zentrum des Internationalen Gesichtschirurgie-Gipfel in der Confraternität-Josefstadt.

Jährlich erkranken weltweit etwa 25 von 100.000 Menschen an einer teilweisen oder vollständigen Lähmung der Gesichtsmuskulatur. Neben einer starken Einschränkung der Lebensqualität bedeutet diese Diagnose bei Kindern zusätzlich eine verzögerte Sozial- und Sprachentwicklung. Die Aktivierung des gelähmten Kindergesichts stand im Zentrum des internationalen Gesichtschirurgie-Gipfels in der Confraternität-Privatklinik Josefstadt.

Univ.-Prof. Dr. Manfred Frey, Leiter des Internationalen Zentrums für Facialischirurgie, führte neben Muskel- und Nerventransplantationen an Kindern zusätzlich vor, wie die postoperative Behandlung durch gezielte Übungen optimal unterstützt wird. Dazu präsentierte er den aus Norwegen, Portugal und Dänemark angereisten Kollegen erstmals ein Übungsvideo, das er auch allen Patienten und interessierten Therapeuten zur Verfügung stellt.

Symmetrie ist das Ziel aller Bemühungen der Gesichtschirurgie, sowohl bei der Operation als auch bei der Nachbehandlung. Schließlich sollen beide Augenlider synchron schließen und auch das Lächeln beidseitig sein. Neben einer entsprechenden Muskel- und/oder Nerventransplantation durch den plastischen Chirurgen bedarf die postoperative Aktivierung des gelähmten Gesichts interdisziplinärer Experten. Allen voran unterstützen Physiotherapeuten, Rehabilitations-Mediziner und Logopäden ein optimales Ergebnis - unermüdliches Training und Motivation der Patienten und Patientinnen vorausgesetzt. „ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN, …“ so lautet auch der Titel des Informations- und Übungsvideos, welches Professor Frey gemeinsam mit der Soziologin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Christina Lammer realisiert hat. Im Rahmen dieser Film-Dokumentation wurde ein Mädchen begleitet, das nach Nerven- und Muskeltransplantation das beidseitige Lächeln erlernt.

Gefördertes Filmprojekt

Neben empathischer Darstellung des Therapieverlaufs wird auch die optimale Bewegungstherapie nach dem chirurgischen Eingriff sehr gut dargestellt. Viele praktische Informationen zum selbstständigen Üben vor dem Spiegel und eine empfohlene Übungsabfolge für Patienten, Therapeuten und Laien gleichermaßen interessant, sensibilisieren generell für das Thema. Das von der International Society for Science in Plastic Surgery, Wien, geförderte Filmprojekt ist ab sofort als Trailer und/oder in der Gesamtversion von rund 60 Minuten auf www.facialiszentrum.at anzusehen und die konkreten Übungsanleitungen können vom Patienten für den Gebrauch zu Hause heruntergeladen werden.

„Komplexe Krankheitsbilder bedürfen interdisziplinärer Zusammenarbeit und medizinischer Topausstattung. Die Infrastruktur der Privatklinik Josefstadt ist so angelegt, dass hier sowohl erstklassige medizinische Leistungen wie auch interdisziplinärer Dialog forciert werden“, ist Professor Frey überzeugt. Dass dies auch internationale Experten anlockt, erstaunt ihn somit nicht.

Confraternität-Privatklinik Josefstadt

Die Confraternität-Privatklinik Josefstadt, ein Betrieb der PremiQaMed Gruppe, bietet als eine der traditionsreichsten Privatkliniken in Wien Spitzenmedizin und Pflege in familiärer Atmosphäre. Patienten können die medizinischen Leistungen ambulant, tagesklinisch oder stationär in Anspruch nehmen. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem Onkologie, Innere Medizin, Gastroenterologie, Chirurgie (Allgemein- und Gefäßchirurgie; Thoraxchirurgie; Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie), Augenheilkunde, Neurologie, Orthopädie sowie Vorsorgemedizin.

 

IS/PremiQaMed, Zahnarzt 1/2/2015

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