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© Robert Simon
Zufriedene Interessensvertretung und ein frischgebackener Gütesiegelträger. Von links: ZAFI-Fortbildungsreferent Prof. DDr. Franz-Karl Tuppy, ZIV-Präsident DDr. Claudius Ratschew, Gernot Schuller, Verkaufsdirektor von Ivoclar Vivadent und ODV-Präsident Dr
 
Zahnheilkunde 2. Februar 2015

Auszeichnung für die Allerbesten

Zum Jahresausklang wurde erstmals das ODV-Gütesiegels GDDP verliehen.

Der Österreichische Dentalverband (ODV), der Fachhandel und Industrie der Zahnmedizin vertritt, hat 2013 für seine Mitglieder Verhaltensstandards entwickelt, die weit über gesetzliche Vorgaben hinausgehen und in einem Gütesiegel münden. In unabhängigen externen Audits müssen die Unternehmen belegen, dass sie diese Standards erfüllen können. Das begehrte Ziel: die Verleihung des ODV-Gütesiegels GDDP – Good Dental Distributor Practice.

Ende 2014 konnte vier weiteren Unternehmen – nach der Firma W&H im Jahr 2013 – ihre GDDP-Zertifikate in Anwesenheit von ZIV-Präsident DDr. Claudius Ratschew und ZAFi-Fortbildungsreferent Prof. DDr. Franz-Karl Tuppy im ICDE von Ivoclar Vivadent feierlich übergeben werden: Henry Schein Dental Austria, Ivoclar Vivadent und ZPP Dentalmedizintechnik. Für Heraeus Kulzer, durch eine eigene Veranstaltung verhindert, wird die Verleihung nachgeholt.

ODV-Kodex

Mit dem GDDP-Gütesiegel, das neben gesetzlichen Vorgaben auch den vor einem Jahr verabschiedeten und für Mitglieder verpflichtenden ODV-Kodex enthält, will der ODV nicht nur einheitliche Qualitätsstandards setzen, sondern auch die teilnehmenden Unternehmen bei Best-Practice-Lösungsansätzen zu organisatorischen Fragestellungen unterstützen.

„Letztendlich kommt unser Engagement in diesem Bereich den Endkunden, nämlich Zahnärzten und Dentallabors zugute“ erklärt Dr. Gottfried Fuhrmann, Präsident des ODV: „Es sind in den beiden Standards allgemeine Richtlinien zum Marktauftritt sowie Umgang mit Kunden enthalten. Darüber hinaus sind aber auch für die – gerade im Medizinproduktebereich so sensiblen – Schnittstellen zwischen Dentalhändler und Kunde konkrete Regelungsvorgaben definiert.“

So wird unter anderem auf die wichtigen Themen der Anwendereinweisung sowie die Abwicklung von meldepflichtigen Vorkommnissen Bezug genommen, welche den Anwender stark betreffen – denn hier existieren auch gesetzliche Vorgaben für Zahnärzte als Anwender der Medizinprodukte. Kann sich der Zahnarzt also auf einen konform und kundenorientiert arbeitenden Lieferanten verlassen, dient ihm dies auch in der Nachweisführung der eigenen Konformität.

Hohe Anforderungen

Sieht man das GDDP-Logo auf Geschäftsbriefen oder der Homepage eines Lieferanten, kann man sich als Zahnarzt oder Dentallabor sicher sein, es mit einem äußerst qualitätsbewussten Lieferanten zu tun zu haben, denn die Anforderungen sind hoch: Im Good Dental Distributor Practice-Modell des ODV sind die gesetzlichen Anforderungen sowie definierte Qualitätsindikatoren als „Muss-Kriterien“ verankert. Diese sind für das Gütesiegel verpflichtend, wobei weitere „Soll-Kriterien“ nochmals deutlich höhere Qualitätsansprüche im Sinne eines Best-Practice-Modells ergeben.

Punkteschema und jährliche Überprüfung

Dem GDDP-Gütesiegel ist ein Punkteschema hinterlegt, jedes Jahr wird das Unternehmen mit der höchsten Punktezahl vom ODV ausgezeichnet. Hierdurch werden die Unternehmen angespornt, ihre Anstrengungen zur ständigen Weiterentwicklung der Organisation und Steigerung der Qualität zu intensivieren. Auch kann sich kein mit dem GDDP-Gütesiegel ausgezeichnetes Unternehmen auf einmal erworbenen Lorbeeren ausruhen: Die Standards werden jährlich überprüft.

Kein Spaziergang

„Alle vier Unternehmen, die heuer das Gütesiegel erreicht haben, hatten bereits erfreulich hohe Standards implementiert“, so Stefan Smyczko, Geschäftsführer von ecerta Ltd, jenem Unternehmen, das die Audits durchführte. „Und dennoch waren die Audits kein Spaziergang, obwohl wir auch ISO-zertifiziert sind“ ergänzt Markus Pump, Geschäftsführer von ZPP Dentalmedizintechnik.

Eine Feststellung, die auch ZIV-Präsident DDr. Claudius Ratschew bekräftigt: „Es ist höchst erfreulich, dass der ODV und seine Mitglieder Standards setzen, die nicht nur gesetzliche Mindestanforderungen erfüllen, sondern auch darüber hinausgehen. Ich sehe das als einen bedeutenden Schritt in der Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und ihren Lieferanten, um im heute bestehenden Dschungel gesetzlicher Vorgaben besser bestehen zu können“.

ODV/R. Simon

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