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Zahnheilkunde 27. Mai 2014

Bruxism – a function of the masticatory organ to cope with stress

Bruxism is generally defined as a parafunctional clenching and grinding action between the upper and lower teeth. During this activity, extremely strong forces can be applied for time periods exceeding those of functional mastication. These biomechanical loads create many dental problems, such as abfractions, hypersensitivity, periodontal distraction, and temporo-mandibular dysfunction. Researchers studying bruxism have long discussed psychic stress and emotional tension. It has also been indicated that an aggressive biting is associated with a significant attenuation of the stress-induced increase of noradrenalin turnover in the brain, of the striatal DOPAC contents and with the prevention of stomach ulcer formation in experimental animals. The concept of stress management based on the psychological background of bruxism and the benefits attributable to masticatory muscle activity in attenuating stress-related symptoms such as stomach ulcer. The clenching and bruxing function of the masticatory organ is an emergency exit during periods of psychic overloading. Therefore, occlusion of the masticatory organ contributes significantly to an individual's ability to manage stress. Bruxism in proper dentition can be recognized as a valid system prophylaxis for all stressrelated diseases.

Zusammenfassung

Bruxismus wird im Allgemeinen als das parafunktionelle Pressen und Knirschen zwischen der oberen und unteren Zahnreihe definiert. Während dieser Tätigkeit werden extrem starke Kräfte über unterschiedlich lange Zeiträume ausgeübt, wobei die Kräfte jene des funktionellen Kauens bei weitem übersteigen. Diese biomechanische Belastung verursacht zahlreiche zahnärztliche Probleme wie Abfraktion, Überempfindlichkeit, parodontale Verschiebung und Funktionsstörungen des Muskelapparates und der Kiefergelenke. Psychischer Stress und emotionale Spannungen werden bereits seit längerer Zeit im Zusammenhang mit dem Bruxismus beschrieben. Es wurde auch gezeigt, dass das aggressive Beißen mit einer signifikanten Reduktion des Stress-induzierten Anstieges des Noradrenalinumsatzes im Gehirn, des DOPAC-Gehaltes im Striatum und der Verhinderung von Magendarmgeschwüren bei experimentellen Tieren einhergeht. Das Konzept der Stressbewältigung basiert auf dem psychischen Hintergrund des Bruxismus und den Vorteilen, die der Kaumuskelaktivität bei der Reduktion Stress-bezogener Erscheinungsbilder wie Magendarmgeschwüren und cardiovaskulären Problemen zugeschrieben werden. Das Pressen und Knirschen des Kauorgans dient dabei als Notausgang während Zeiten der psychischen Überlastung. Daher trägt die Okklusion des Kauorgans in signifikantem Ausmaß zur individuellen Fähigkeit der Stressbewältigung bei. Bruxismus mit einer tauglichen Bezahnung kann als wertvolle Systemprophylaxe für sämtliche so genannten Stresserkrankungen dienen.

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