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Zahnheilkunde 31. Oktober 2013

Praxisrelevantes Wissen

15 Jahre Curriculum Implantologie der DGI: der Erfolg des Prinzips „Homestory“.

Am 8. November 2013 startet in Frankfurt die 180. Serie des DGI-APW-Curriculums Implantologie. Mehr als 4.600 Zahnärztinnen und Zahnärzte haben das Curriculum seit den Anfängen vor 15 Jahren durchlaufen, knapp 3.000 haben die Abschlussprüfung absolviert.

Das Curriculum gilt schon lange als Goldstandard in der implantologischen Fortbildung und hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Das Erfolgsrezept: Die Teilnehmer erleben die besten Lehrer des Faches in ihren Universitäten und Praxen vor Ort, quasi „barrierefrei“. Sie nehmen so nicht nur wertvolles wissenschaftsbasiertes und praxisrelevantes Wissen mit nach Hause, sondern auch hilfreiche Netzwerke und Beziehungen.

Rund 200 Teilnehmer pro Jahr

Zu diesem Erfolg beigetragen haben jene vielen Zahnärzte, die 1998 offensichtlich genau auf ein solches Angebot gewartet hatten: „Wir wurden regelrecht überrollt“, erinnert sich Günter Dhom, Ludwigshafener Oralchirurg und Fortbildungsreferent der DGI. „Das Konzept schlug ein wie eine Bombe.“ In manchen Jahren gingen 15 Kursserien an den Start. Inzwischen belegen pro Jahr etwa 200 Teilnehmer das Curriculum und es starten acht bis zehn Kurse. Denn unverändert seit den Anfängen vermitteln stets die führenden Köpfe des Fachs den Teilnehmern nicht nur aktuelles Wissen, sondern geben darüber hinaus in ihren Kliniken und Praxen in ganz Deutschland Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten, wie die Implantologie in eine Praxis integriert werden kann. „Wir wissen, dass unsere Teilnehmer genau dieses breite Spektrum und das „Prinzip Homestory“ suchen und haben wollen“, so Dhom. „Wenn man Experten in verschiedenen Praxen und Kliniken über die Schulter schaut, erhält man nicht nur vielfältige Anregungen, wie man es selbst machen könnte, sondern wird sich vielleicht auch darüber klar, wie man es lieber nicht machen möchte.“

Enge Kooperation mit Praktikern und Wissenschaftlern

„Seit den Anfängen des Curriculums bildet die enge Kooperation von Praktikern und Wissenschaftlern in der DGI das Fundament für eine neutrale, wissenschaftsbasierte und praxisorientierte Fortbildung“, erklärt DGI-Präsident Dr. Gerhard Iglhaut. Auf diesem soliden Fundament haben sich in den vergangenen 15 Jahren die Inhalte weiterentwickelt. „Augmentieren galt in den Anfängen beispielsweise als neu und schwierig“, erinnert sich Günter Dhom. Auch Fragen der Ästhetik, das Weichgewebsmanagement und die Prothetik wurden zwar thematisiert, hatten aber einen geringeren Stellenwert als heute.

Seit 2005 startet das Curriculum mit einem Wochenend-Kurs, bei dem Alternativen zur Implantologie im Zentrum stehen: Welche Möglichkeiten zur Zahnerhaltung bieten die moderne Endodontie und die Parodontologie? Zusätzlich werden bei diesem ersten Kurs große Implantatsysteme präsentiert, um den Teilnehmern Orientierung und praktische Erfahrungen mit den verschiedenen Systemen zu ermöglichen. Denn nicht nur das Curriculum hat sich seit den Anfängen geändert, sondern auch der Kreis der Teilnehmer. „In den Anfangsjahren waren dies häufig gestandene Implantologen, die ihr Wissen systematisch aktualisieren und ergänzen wollten“, erzählt Dhom. „Damals gab es keinen Teilnehmer, der noch nicht implantiert hatte, das Durchschnittsalter lag zwischen 40 und 50 Jahren und die Kurse waren oft reine „Männergruppen“. Inzwischen sind die meisten Teilnehmer zwischen 28 und 35 Jahre alt, der Frauenanteil steigt. „Unsere Teilnehmer befinden sich heute überwiegend in der Assistenzzeit. Sie wollen das Curriculum absolvieren, bevor sie sich selbstständig machen oder in eine Praxis einsteigen“, sagt Dhom. Entsprechend hat ein Drittel der Teilnehmer noch nie implantiert und Zahnärzte, die mehr als 100 Implantate gesetzt haben, sind eine Seltenheit.

Groß ist das Interesse am DGI-Curriculum auch in anderen Ländern: „Wir haben nicht nur Teilnehmer aus Österreich und der Schweiz, sondern auch aus Skandinavien, ja selbst aus dem nahen und mittleren Osten“, so Dhom. Darum war es naheliegend, mit Unterstützung der Zahnklinik der Universität Kiel ein englischsprachiges Curriculum einzuführen, das zum 4. Mal startet.

www.dgi-ev.de

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