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DDr. Sascha Virnik OA der MKG-Abteilung im Landes- krankenhaus Klagenfurt
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Prof. DDr. Alexander Gaggl Uni-Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie Salzburg

 
Zahnheilkunde 24. Jänner 2013

Premiere in Österreich: „Hot Spots“ der Implantologie

Am 21. und 22. Juni 2013 findet der erste nationale Kongress des ITI (International Team for Implantology) in Salzburg statt.

Das ITI bemüht sich seit Jahren „das Wissen über alle Aspekte der oralen Implantologie und Geweberegeneration durch Forschung, Entwicklung sowie Fortbildung zum Wohle des Patienten zu erweitern“. Die Basis dafür sind Kurse und Schulungen, die unter der Leitung namhafter Implantologen stattfinden. Desweiteren hat das ITI über die Installation von „Study Clubs“ und die Durchführung nationaler und internationaler Kongresse eine Erweiterung dieses Fortbildungsprogramms in Theorie und Praxis erreichen können.

Über die geplanten Vorträge und Referenten dieser Premiere in Salzburg sprach der Vorsitzende des wissenschaftlichen Komitees, Prof. DDr. Alexander Gaggl von der Uni-Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie Salzburg mit DDr. Sascha Virnik, OA der MKG-Abteilung im Landeskrankenhaus Klagenfurt, der ebenfalls dem Komitee angehört.

Was ist für Sie das Besondere an dieser Veranstaltung im kommenden Jahr in Salzburg?

Gaggl: Das ITI sorgt seit vielen Jahren international dafür, dass führende Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Klinik zusammenkommen um ihre Fachkenntnisse, Studien und Erfahrungen untereinander zu teilen. Das Credo des ITI ist ebenfalls die Förderung, Entwicklung und Weiterbildung für alle Bereiche der zahnärztlichen Implantologie und Geweberegeneration. Die zahllosen Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt sind für uns Implantologen von unschätzbarem Wert, denn schließlich wollen wir alle unseren Patienten eine Behandlung auf aktuellstem wissenschaftlichem Stand anbieten. Dass dieser so wichtige Kongress im nächsten Jahr in Salzburg stattfindet, bedeutet, dass eine Menge Teilnehmer auch aus den benachbarten Ländern sehr direkt erreicht werden. So erhoffen wir uns regen Zustrom, neben Österreich auch aus der Schweiz und dem süddeutschen Raum.

Was erhoffen Sie sich persönlich von diesem Kongress?

Gaggl: Wie bei jedem Zusammentreffen solch hochkarätiger Fachleute bei den ITI-Kongressen erhoffe ich mir neue, einschlägige Erkenntnisse der Praktiker und regen Erfahrungsaustausch. Von den Referenten erhoffe ich mir wieder informative, gehaltvolle und denkanstoßgebende Vorträge die im Anschluss zu ausgiebigen Diskussionsrunden über die diesmal auch teilweise „heißen“ Themen führen.

Für mich persönlich sind die Gespräche, die den Vorträgen folgen, das Prunkstück eines jeden Kongresses. Nach einem interessanten Vortrag ist man inspiriert, Dinge eventuell anders zu handhaben oder neugierig, welche Kollegen was auf welche Art machen, und ob man das in der eigenen Praxis möglicherweise auch umsetzen kann. Bestenfalls ist man bestätigt, was die eigene Behandlungsweise angeht, aber in der Regel hat man weitere, tief greifendere Fragen über ein spezielles Thema – denn man lernt ja schließlich nie aus. In jedem dieser Fälle besteht weiterer Gesprächsbedarf mit den KollegInnen und/oder ReferentInnen. Wo sonst, als in diesem großen Pool von fachkundigem Wissen, kann ich meine Fragen und Ideen also besser anbringen. Aus den Diskussionsrunden entwickeln sich manchmal neue Ideen und auf diese, sowie auf die Inspiration, möchte ich auch diesmal nicht verzichten.

Geben Sie uns eine Vorschau auf die Themen die bei dem Kongress behandelt werden?

Gaggl: Ich habe eben schon angedeutet, dass bei der ITI-Kongress-Premiere in Salzburg etwas „heißere“ Themen angefasst werden. Wir Behandler freuen uns natürlich immer, wenn eine Operation komplikationslos geling,t und der Langzeiterfolg nach Jahren noch gegeben ist. Aber wir wissen auch alle, dass das eben nicht immer der Fall ist. Wir sind Menschen und arbeiten mit bzw. an Menschen. Unterschiedliche Bedingungen führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Maschinen kann man programmieren, aber mit Menschen geht das nicht. Dieses Randgebiet hat unter anderem im kommenden Kongress einen festen Platz.

Auf welche Referenten und Themen dürfen wir uns denn nun im Einzelnen freuen?

Gaggl: Wir haben wieder ein breites Gebiet an Vortragsthemen und natürlich namhafte Referenten, die in den verschiedensten Fachgebieten Experten sind. PD Dr. Petra Güß ist eine hervorragende Prothetikerin und Oberärztin des Uni-Klinikums in Freiburg. Ihr Thema ist CAD/CAM-Materialien in der digitalen Zahnmedizin. Das Thema ist sicher hochinteressant für alle, die sich in irgendeiner Form mit den Suprakonstruktionen beschäftigen, denn die Technik entwickelt sich ständig weiter. Passend dazu wird Rudi Hrdina, seines Zeichens Zahntechnikermeister aus Guntramsdorf, über neue Technologien in der Zahntechnik und über die modernen Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Zahnarzt und Zahntechniker berichten und informieren. Seit Hrdina 1993 das zahntechnische Fortbildungsinstitut BSI gegründet und in 1995 die Geschäftsführung des zahntechnischen Laboratoriums des BSI übernommen hat, hat er sich durch zahlreiche Vorträge im In- und Ausland über implantatprothetische Rehabilitation und angewandte Biomechanik einen Namen gemacht und ist daher ein überaus kompetenter Referent und auch Ansprechpartner.

Der Forschungsleiter und Oberarzt der Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf Prof. Dr. Dr. Ralf Smeets wird über die Möglichkeiten des „tissue engineering“ in der Implantologie referieren. Die Forschungen, welche die Gewebezüchtung betreffen entwickeln sich rasend schnell weiter, Smeets wird uns auf den neuesten Entwicklungsstand bringen.

Die Parodontologiespezialistin Dr. Madeleine Aslund aus Wien wird aus ihrem Fachgebiet über periimplantäre Erkrankungen bzw. über deren Prävention sowie, falls fortgeschritten, über Diagnose und Behandlung informieren. Die Innsbrucker Kollegin DDr. Ulrike Beier von der Uni-Klinik für Zahnersatz und Zahnerhaltung, die Preise für in Teamarbeit durchgeführte Langzeitstudien von Vollkeramikrestaurationen sowie Implantatvergleichsstudien erhalten hat, erörtert mit uns Möglichkeiten und Probleme von implantatgestützter Defektprothetik. Dr. Andreas Thor, der als einer der wichtigsten Kieferchirurgen im skandinavischen Raum gilt, ist nicht nur an der Uni-Klinik in Uppsala, Schweden, für seine zahlreichen Studien über die Sinusbodenelevation ohne Verwendung von Augmentationsmaterialien bekannt. Aus diesem, seinem Spezialgebiet wird er uns berichten.

Das Für und Wider der Verwendung von körpereigenen oder körperfremden Augmentationsmaterialien ist das Thema, welches uns Prof. DDr. Norbert Jakse aus Graz näher bringen und erörtern wird. Dr. Rhino Burkhardt aus Zürich ist ebenfalls ein engagierter Kollege und Mitglied bei diversen Fachgesellschaften. Als Experte für die ästhetisch-plastische PA-Chirurgie hat er viele wichtige Erläuterungen zum Thema Wundverschluss, -stabilität und -heilung. Auch Nähen will gelernt sein. Dr. Michael Gahlert aus München ist nicht nur herausragender Implantologe sondern auch Fachmann im Bereich der Zirkoniumdioxidimplantate, wie seine zahlreichen Wissenschaftsprojekte und internationalen Veröffentlichungen zeigen. Zudem teilt er sein Wissen und seine Erfahrungen gern, wie die gemeinsam mit seinem Praxiskollegen durchgeführten „Erfolgskurse“ mit Live-Operationen deutlich machen. Auch in Salzburg dürfen wir dann von seinem Wissen profitieren. Von der Salzburger Uni-Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie kommt DDr. Christian Brandtner mit seinem Referat über osteosynthesefreie Sandwichosteoplastiken zu uns. Er beschreibt außerdem noch die Kombinationsmöglichkeiten des erwähnten Verfahrens mit anderen augmentativen Maßnahmen.

Dr. Daniel Hess aus Knittelfeld ist Spezialist für Parodontologie und Implantologie. In Salzburg wird er uns jedoch neue Einblicke in die Optimierung der Arbeitsabläufe bei der Prothetikherstellung geben. Von der Abformung bis zur Zementierung des fertigen Werkstückes im Mund des Patienten gibt es Arbeitsschritte, die mit digitaler Hilfe ohne jeglichen Qualitätsverlust wirtschaftlicher gestaltet werden können.

Mit welchem Thema reisen Sie im Gepäck nach Salzburg?

Virnik: Nun, eine Periimplantitis ist zwar ein Schreckgespenst für jeden Behandler, aber sie bedeutet nicht immer die Explantation. Es gibt durchaus chirurgische Möglichkeiten die erfolgversprechend sind, und diese Möglichkeiten möchte ich den Teilnehmern aufzeigen.

 

Quellen: Presseaussendung Straumann; ITI

Weitere Informationen und Anmeldung: www.iti.org/congressaustria

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