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Wolfgang Lüder, Wolfgang Lüder, Zahnarzt, Mitglied in der Dental Sedation Teachers Group.
 
Zahnheilkunde 3. September 2012

Entspannt behandeln

Sanfte Zahnheilkunde mithilfe der Lachgassedierung.

In den letzten Jahren gewinnt, ausgehend von Kinderzahnärztlichen Praxen, die inhalative Sedierung mit Lachgas immer mehr an Bedeutung.

Tatsächlich ist die Lachgassedierung in einer ganzen Reihe von Ländern integraler Bestandteil zahnärztlicher Arbeit (z. B. Schweden, Schweiz, Großbritannien, USA). Neben den klassischen Indikationen wie z. B. Kinder mit eingeschränkter Kooperation oder größerem Behandlungsbedarf und Angstpatienten, bietet sich die inhalative Sedierung auch bei Patienten mit starkem Würgereflex an.

Überwindung der Zahnarztphobie möglich

Als wesentliche Vorteile der inhalativen Sedierung mit Lachgas gelten heute: die gute Verträglichkeit, die relativ einfache Applikation, die Tatsache dass der Patient während der gesamten Sedierung voll ansprechbar ist und die Sicherheit, dass das eingeatmete Lachgas vom Patienten nicht verstoffwechselt, sondern unverändert wieder abgeatmet wird. Patienten, die unter Lachgassedierung zahnärztlich behandelt wurden, empfanden die Behandlung als deutlich angenehmer und weniger belastend, sie beschreiben oft ein Gefühl der Gleichgültigkeit gegenüber der Behandlung. Aus diesem Grund hilft die Lachgassedierung bei der Überwindung der Angst und Patienten mit Zahnarztphobie können nach einigen Sedierungen kleinere Behandlungen auch gut ohne Sedierung annehmen.

Für den Behandler und sein Team ergibt sich ein deutlich entspannteres Arbeiten, Stress wird merklich verringert und dadurch verbessern sich die Behandlungsergebnisse.

Anschaffungs- und Fortbildungskosten

Das Council of European Dentists (CED) veröffentlichte im Mai 2012 eine Entschliessung zur inhalativen Lachgassedierung in der Zahnmedizin, in der zu lesen ist: „Das Verfahren ist für zahnmedizinische Behandlungen sicher, wertig und effektiv...“ (Council Of European Dentists, CED-Doc-2012-007-D-FIN).

Die Anschaffungskosten für das erforderliche Gerät und Zubehör, liegen bei ca. 7.000 Euro je nach Art und Hersteller. Der Aufwand für eine adäquate Fortbildung beträgt ca. 1.000 Euro für Zahnärzte. Die laufenden Kosten für das erforderlich Gas und Sauerstoff sind gegenüber den frei zu kalkulierenden Erträgen vernachlässigbar. Erfahrungsgemäß fallen ca. zwölf Euro pro Sedierung an. Die Tatsache, dass gerade am Anfang die Integration der Lachgassedierung in den täglichen Praxisablauf von großen Teilen des Teams getragen werden sollte, ist auf keinen Fall zu vernachlässigen. Deswegen ist es sehr empfehlenswert zumindest eine Mitarbeiterin für die Anwendung der Lachgassedierung fachkundig zertifizieren zu lassen.

Kurse und Teamschulungen zu diesem Thema: IfzL - Institut für zahnärztliche Lachgassedierung, Stefanie Lohmeier, Bad Trißl Straße 39, 83080 Oberaudorf, Deutschland, Tel: 0049 8033 - 979 96 20,
E-Mail: , www.ifzl.de

Termine Intensiv-Seminare: Wien 9. bis 10.11. 2012, Rosenheim 30.11.bis 1.12. 2012

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