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Zahnheilkunde 1. Mai 2012

Selbstätzende Adhäsivsysteme – Übersicht und Hinweise zur Anwendung

Selbstätzende Adhäsivsysteme sind entwickelt worden, um gleichzeitig durch ihren Säureanteil das Kollagennetzwerk freizulegen und dieses mit ihren Monomersystemen zu durchdringen. Sie können in Zwei-Schritt-Systeme mit getrennter Primer- und Adhäsivapplikation und in sog. All-in-one-Adhäsive mit und ohne Mischen unterteilt werden. Alle besitzen komplexe Monomermischungen, deren Lösungsmittel zumindest teilweise aus Wasser bestehen muss, um die Dissoziation der Säure sicherzustellen. Während die Wirksamkeit, insbesondere die der Zwei-Schritt-Systeme, im Dentin als sehr hoch eingeschätzt wird, ist die Haftung am Schmelz für selbstätzende Systeme in zahlreichen Studien der Etch-and-Rinse-Technik unterlegen. Daraus ergibt sich die naheliegende Kombination einer selektiven Schmelzätzung durch Phosphorsäure mit selbstätzenden Adhäsiven am Dentin. Dabei ist darauf zu achten, dass eine unbeabsichtigte Ätzung des Dentins mit Phosphorsäure 10 s nicht überschreitet.

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