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Zahnheilkunde 1. März 2012

Vergleichende Analyse zur Diagnostik von Sekundärkaries mittels intraoraler Röntgenaufnahmen bei abweichender Zentralstrahlangulation

Die Winkelangulation der Röntgenröhre bei der Anfertigung digitaler intraoraler Röntgenbilder wirkt sich auf die Befundung der Aufnahmen aus. Die Einflüsse auf die Diagnose von Sekundärkaries sollten anhand von zwei Körperspendern aus dem Institut für Anatomie und Zellbiologie untersucht werden. Zur Erstellung der Aufnahmen wurden die Röhrensysteme Heliodent DS (Sirona), Gendex Expert DC (KaVo Dental), Focus (KaVo Dental) und das Sensorsystem Gendex Visualix eHD verwendet. Belegt wurde mit dieser Untersuchung, dass vor allem bei mesial, distal und koronal exzentrischen Winkeln die Gefahr einer falsch positiven Kariesdiagnose besteht, da in diesen Fällen häufig eine Artefaktentstehung zu beobachten war. Ist eine Sekundärkaries klinisch vorhanden, kann der Schluss gezogen werden, dass die falsch negativen Diagnosen überwiegen und somit die Karies auch mit Kavitation häufig unentdeckt bleibt. Es war zu beobachten, dass die orthoradialen Aufnahmen die meisten Bilder entsprechend der realen klinischen Situation lieferten. Entscheidend ist somit bei der Befundung einer Sekundärkaries, dass auf die korrekte orthoradiale Ausrichtung des Zentralstrahls geachtet wird. Die Fort- und Weiterbildung, sowie eine ausführliche Einarbeitung des Personals in das Equipment sind von grundlegender Bedeutung. Aussagekräftige Unterschiede der verschiedenen Röhrensysteme konnten nicht beobachtet werden. Die Verwendung des Halters zur Sicherung des Winkels der einfallenden Strahlung auf den Sensor, brachte keinen Vorteil bezüglich der Kariesdiagnostik im Approximalbereich.

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